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Herbst zur Debattenkultur: „Lasst die kurze Lunte zu Hause“

Christoph Maria Herbst plädiert für mehr Gelassenheit in Diskussionen. Warum sich der Schauspieler nach „erfrischenden Grautönen“ sehnt - auch in der Wurst-Debatte.

Von dpa

19.01.2026

Herbst iss selten Fleisch - ist aber gegen ein Verbot.Rolf Vennenbernd/dpa

Herbst iss selten Fleisch - ist aber gegen ein Verbot.Rolf Vennenbernd/dpa

© Rolf Vennenbernd/dpa

Schauspieler Christoph Maria Herbst (59) kritisiert die Debattenkultur in Deutschland als zu polarisierend. „In der heutigen Gesellschaft heißt es nur noch: Daumen hoch oder Daumen runter. Ich bin schon seit Jahren auf der Suche nach diesen erfrischenden Grautönen“, sagte Herbst der Deutschen Presse-Agentur. „Wir sollten lernen, mehr zu differenzieren, hinzuhören und uns nicht gleich durch einen Satz auf den Schlips getreten zu fühlen. Lasst die kurze Lunte zu Hause. Lasst uns bitte alle arbeiten an der Verlängerung der Lunte.“

Der „Stromberg“-Darsteller aus Köln ist aktuell in der Kinokomödie „Extrawurst“ an der Seite von Hape Kerkeling (61) zu sehen. Darin entzündet sich in einem Tennisverein ein Streit um einen Extra-Grill für ein türkischstämmiges Vereinsmitglied, das kein Schweinefleisch isst.

Ist ein Leben ohne Wurst sinnlos?

In der Debatte um Vegetarismus sieht Herbst, der bei seiner Ernährung nach eigenen Angaben weitgehend auf Fleisch verzichtet, ebenfalls zu viel Schwarz-Weiß. „Natürlich tragen die Menschen, die wenig oder kein Fleisch essen, eher zur Gesundung unseres Planeten bei, als diejenigen, die möglichst täglich einen Döner oder eine Wurst essen“. Man müsse das Essen von Fleisch deshalb nicht verbieten. „Aber das andere Extrem ist es dann auch nicht, zu sagen: „Ein Leben ohne Wurst ist möglich, aber sinnlos.“ Das halte ich genauso für Quatsch.“

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