Panorama

Heißester Sommer in Frankreich seit Start der Messungen

Nie dagewesene Hitze, kaum Regen und brennende Wälder: Frankreichs Wetterdienst spricht von einem „beispiellosen“ Sommer und sieht den Klimawandel als Ursache.

Von dpa

03.09.2026

In Frankreich kam es in diesem Jahr zu einer im Landesdurchschnitt beispiellosen Trockenheit. (Archivbild)Damien Meyer/AFP/dpa

In Frankreich kam es in diesem Jahr zu einer im Landesdurchschnitt beispiellosen Trockenheit. (Archivbild)Damien Meyer/AFP/dpa

© Damien Meyer/AFP/dpa

In Frankreich ist der heißeste und sonnigste Sommer seit Start der Messungen im Jahr 1900 verzeichnet worden. Wie der staatliche Wetterdienst Météo France mitteilte, hätten die Höchsttemperaturen oft nie dagewesene Werte erreicht und den Saisondurchschnitt um 4,8 Grad übertroffen. An 53 Tagen habe eine Hitzewelle geherrscht, so oft wie nie zuvor und weit vor dem Sommer 2022 mit 33 Tagen. Außerdem sei 40 Prozent weniger Regen als üblich gefallen. Im Landesdurchschnitt habe eine beispiellose Trockenheit geherrscht, an der Küste seien noch nie zuvor beobachtete Meerestemperaturen gemessen worden.

Zudem habe es zahlreiche Waldbrände von noch nie dagewesenem Ausmaß gegeben, die durch die klimatischen Bedingungen noch verschlimmert worden seien. 2026 werde das Jahr mit der größten jemals verzeichneten Brandfläche sein, teilte Météo France mit. Über 100.000 Hektar Fläche waren von Bränden erfasst worden, wegen großer Waldbrände an der Atlantikküste mussten 224.000 Menschen evakuiert werden.

Die klimatischen Bedingungen haben die zahlreichen Waldbrände in Frankreich noch verschlimmert. (Archivbild)Alain Jocard/AFP/dpa

Die klimatischen Bedingungen haben die zahlreichen Waldbrände in Frankreich noch verschlimmert. (Archivbild)Alain Jocard/AFP/dpa

© Alain Jocard/AFP/dpa

Klimawandel als Ursache

Wie der Wetterdienst betonte, sei ein solcher Sommer ohne Klimawandel nahezu unmöglich, aber auch im aktuellen Klima nach wie vor selten. Sehr heiße Perioden, die außerhalb der Sommermonate aufträten, wie im vergangenen Mai oder Anfang September, seien ein Zeichen des Klimawandels.

Karte
Das könnte Sie auch interessieren

Panorama

zur Merkliste

Tausende Freiwillige säubern Flussufer in NRW

Viele Helfer, tonnenweise Müll und eine Mission: Flüsse und Ufer ein bisschen sauberer machen. Beim „Rhine Clean Up“ packen nordrhein-westfälische Initiativen mit an - und auch der Umweltminister.

Panorama

zur Merkliste

Zug in Frankreich entgleist - über 40 Verletzte

Ein Teil eines Zugs mit rund 180 Passagieren ist in Nordfrankreich nach einer Kollision entgleist. Mehr als 40 Menschen wurden nach vorläufigen Angaben verletzt, darunter eine Frau schwer.

Panorama

zur Merkliste

Wochenendwetter bringt Sonne und Regen

Der Samstag lockt mit Temperaturen bis 27 Grad nach draußen – doch am Sonntag wird es vielerorts nass und kühler. Es gibt aber eine Ausnahme.