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Haftstrafen für illegalen Zigarettenhandel

Zollfahnder finden mehr als zehn Millionen unversteuerte Zigaretten – und 50.000 Euro fliegen aus dem Fenster. Nun müssen drei Männer ins Gefängnis.

Von dpa

02.11.2026

Haftstrafen für Handel mit Millionen unversteuerter Zigaretten.--/ZFA Essen/dpa

Haftstrafen für Handel mit Millionen unversteuerter Zigaretten.--/ZFA Essen/dpa

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Wegen illegalen Zigarettenhandels in großem Stil hat das Landgericht Düsseldorf drei Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Der Hauptangeklagte muss siebeneinhalb Jahre ins Gefängnis. Die beiden 33 und 34 Jahre alten Mitangeklagten erhielten Freiheitsstrafen von drei Jahren und drei Monaten sowie drei Jahren und zehn Monaten, wie das Gericht mitteilte.

Nach Überzeugung des Gerichts hatte das Trio 2025 mehr als 150.000 Stangen illegal hergestellter und unversteuerter Zigaretten erworben und weiterverkauft. Die Ware sei aus Lagern in Hilden und Langenfeld an Abnehmer im Raum Köln gegangen. 

Als weitere Absatzgebiete wurden Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg und das Saarland genannt. Das Trio habe damit knapp 1,8 Millionen Euro eingenommen. Der Steuerschaden wird auf fast acht Millionen Euro beziffert.

Anonymer Tipp

Die Ermittlungen waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft durch einen anonymen Hinweis ins Rollen gekommen. Zollfahnder hatten daraufhin die Männer aus Moldau überwacht, ihre Telefone abgehört und Standortdaten ausgewertet. 

Am 9. Dezember 2025 nahmen sie den 53-jährigen Hauptangeklagten und einen Helfer fest. Der dritte Mann wurde am folgenden Tag gefasst. Bei der Razzia stellten die Ermittler mehr als zehn Millionen unversteuerte Zigaretten sicher. 

Dabei waren in Erkrath, Hilden, Langenfeld und weiteren Städten in Nordrhein-Westfalen Wohnungen und weitere Objekte durchsucht worden. Aus dem Fenster einer Wohnung wurden damals 50.000 Euro geworfen, um sie vor den Ermittlern verschwinden zu lassen. Der Versuch war gescheitert.

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