Panorama

Gegen den „eXit“: Grünen-Landeschef rät zu Verbleib auf X

Dutzende Promis verlassen den umstrittenen Kurznachrichtendienst X. Der NRW-Landeschef der Grünen hält das für keine gute Idee.

Von dpa

05.12.2024

Der nordrhein-westfälische Grünen-Chef Tim Achtermeyer will auf der umstrittenen Plattform X bleiben. (Archivbild)Roberto Pfeil/dpa

Der nordrhein-westfälische Grünen-Chef Tim Achtermeyer will auf der umstrittenen Plattform X bleiben. (Archivbild)Roberto Pfeil/dpa

© Roberto Pfeil/dpa

Der nordrhein-westfälische Grünen-Co-Vorsitzende Tim Achtermeyer hält es anders als viele Kulturschaffende für einen Fehler, den umstrittenen Kurznachrichtendienst X (früher Twitter) zu verlassen. Es sei zwar schlimm, wenn Debatten von Algorithmen gelenkt und nach rechts gerückt würden, sagte Achtermeyer der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ). „Ich bin aber gleichzeitig nicht bereit, diese digitalen Räume der AfD und dem BSW zu überlassen. Wir müssen als Demokraten in diese Diskussionsräume zurück.“

Achtermeyer selbst postet fast täglich auf X. „Wenn sich dort am Ende nur noch jene bewegen, die andere anbrüllen und Halb- und Unwahrheiten verbreiten, dann tut das diesem Land nicht gut“, sagte der 31-jährige Grünen-Politiker. Der Wahlkampf werde zudem immer digitaler. Die demokratischen Parteien sollten daher mehr als bisher auch auf Plattformen gehen, auf denen sie sich bisher nicht so wohlfühlten.

Zuvor hatten zahlreiche Journalisten, Schriftsteller, Sportler und andere Promis in Deutschland den „eXit“ erklärt, also den Abschied vom Kurznachrichtendienst. Ihre Begründung: Die Plattform habe sich zu einer „toxischen“ Umgebung entwickelt, in der sich Demokratiefeinde versammelten. Sie werfen der Firma des US-Milliardärs Elon Musk vor, Hass und Hetze zu verbreiten.

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