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Gefangenenbefreiung: Minister spricht von dreistem Angriff

Zwei maskierte Unbekannte überwältigen in Essen Justizbeamte und befreien einen Untersuchungshäftling. NRW-Justizminister Limbach nennt den Angriff dreist.

Von dpa

15.10.2026

Der Häftling und seine beiden Helfer flüchteten in unterschiedliche Richtungen.Christoph Reichwein/dpa

Der Häftling und seine beiden Helfer flüchteten in unterschiedliche Richtungen.Christoph Reichwein/dpa

© Christoph Reichwein/dpa

Nach der Befreiung eines Untersuchungshäftlings in der Essener Innenstadt hat NRW-Justizminister Benjamin Limbach den Angriff auf Justizvollzugsbedienstete scharf verurteilt. Er sei erleichtert, dass die Kollegen unverletzt seien und danke ihnen für den besonnenen Einsatz, sagte der Grünen-Politiker. Der Angriff sei „mit erheblicher krimineller Energie“ am helllichten Tag mitten in Essen verübt worden und „ein dreister Angriff auf unseren Staat“. Im Mittelpunkt stehe nun die Ergreifung der Täter und die Aufklärung der Hintergründe des Verbrechens.

Am Mittwoch gegen 12.45 Uhr hatten zwei maskierte Unbekannte in der Essener Innenstadt zwei Justizbeamte überwältigt und einen 34 Jahre alten Häftling befreit. Die Beamten hatten den Gefangenen aus der Justizvollzugsanstalt Essen zu einer Arztpraxis am Kennedyplatz gebracht. Dort wurden sie im Hausflur überwältigt und gefesselt. 

Der Häftling und seine beiden Helfer flüchteten in unterschiedliche Richtungen. Laut NRW-Justizministerium saß der 34-Jährige wegen des Verdachts auf Drogendelikte und gefährliche Körperverletzung in Untersuchungshaft. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur kam es zu einer Rangelei, bei der ein Beamter seine Waffe zog. Sie wurde ihm aus der Hand geschlagen.

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