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Frau nach Tod von Pflegekind zu sechs Jahren Haft verurteilt

Ein kleines Mädchen kommt in eine Pflegefamilie - und stirbt dort kurze Zeit später. Das Landgericht Bamberg sieht die Verantwortung bei der Pflegemutter und schickt sie ins Gefängnis.

Von dpa

09.01.2026

Die Angeklagte wurde zu Prozessbeginn mit Fußfesseln in den Gerichtssaal gebracht. (Archivbild)Pia Bayer/dpa

Die Angeklagte wurde zu Prozessbeginn mit Fußfesseln in den Gerichtssaal gebracht. (Archivbild)Pia Bayer/dpa

© Pia Bayer/dpa

Wegen Totschlags an ihrer 21 Monate alten Pflegetochter ist eine Frau vom Landgericht Bamberg zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer eine Haftstrafe von achteinhalb Jahren gefordert, die Verteidigung hatte einen Freispruch beantragt, wie ein Justizsprecher mitteilte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Das kleine Mädchen war drei Wochen vor ihrem Tod zu der Pflegefamilie gekommen. Im Dezember 2024 verständigten die Pflegeeltern den Notruf und gaben an, dass das Kind leblos sei. Zwei Tage später starb das kleine Mädchen im Krankenhaus.

Mädchen starb im Krankenhaus 

Die Ermittlungsergebnisse und die Version der 33 Jahre alten deutschen Angeklagten gingen weit auseinander. Dies war zu Beginn des Prozesses deutlich geworden. Die Staatsanwaltschaft war überzeugt davon, dass die Pflegemutter die kleine Klara am Abend des 8. Dezember so stark geschüttelt hat, dass sie schließlich an ihren Verletzungen starb. Die 33-Jährige soll den Tod des Mädchens billigend in Kauf genommen haben.

Zum Prozessauftakt am Landgericht Bamberg erklärte die Frau über ihre beiden Verteidiger: „Ich bin erschüttert über den Vorwurf, der mir gemacht wird.“ Sie habe keinen Grund gehabt, das Kind zu schütteln, es sei kein Schreikind gewesen. Den Vorwurf des Totschlags wies sie zurück.

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