Panorama

Ein Rezept für die Liebe - „Inga Lindström“ im ZDF

Die „Inga Lindström“-Reihe entführt ihre Zuschauer in das Land der roten Holzhäuser und lässt sie in eine Romanze zwischen Trennungsschmerz und Liebesglück eintauchen. Nun gibt es eine neue Folge.

Von Ute Wessels, dpa

15.09.2026

Frederikas (Julia Bremermann) Ehe ist eingerostet. Wird sie sich in Tanzlehrer Kian (Massimo Sinato) verlieben?Sebatian Wiegärtner/ZDF/dpa

Frederikas (Julia Bremermann) Ehe ist eingerostet. Wird sie sich in Tanzlehrer Kian (Massimo Sinato) verlieben?Sebatian Wiegärtner/ZDF/dpa

© Sebatian Wiegärtner/ZDF/dpa

Mit neuen „Herzkino“-Beiträgen hat das ZDF den TV-Herbst eingeläutet. Die Familienfilme laden zum sonntags-abendlichen Entspannen ein und bilden ein romantisch-heiteres Kontrastprogramm zum parallel laufenden ARD-„Tatort“. Den Abschluss der ersten vier Filme, die auf einen Schlag online gingen, bildet nun „Inga Lindström: Rezept für die Liebe“ - eine unterhaltsame, liebevoll und mit viel Leichtigkeit erzählte Romanze mit sympathischen Charakteren.

Zu sehen ist der Film am Sonntag um 20.15 Uhr. In der ZDF-Streamingplattform ist er bereits verfügbar. Regie führte Oliver Dieckmann. Es ist sein elfter „Inga Lindström“-Film. Zum zehnten Mal hat er hier das Drehbuch zusammen mit Aline Ruiz Fernandez geschrieben. Dem bestens eingespielten Duo gelingt es einmal mehr, seinem Publikum Lust auf einen Sommerurlaub in Schweden zu machen. Zwei weitere Filme sind bereits abgedreht.

Nach ZDF-Angaben erzählen die „Herzkino“-Filme von starken Frauen unterschiedlichen Alters, „die zwischen Selbstschutz und Sehnsucht ihren eigenen Weg zur Liebe finden“. Das gilt auch für die beiden Protagonistinnen in der neuesten „Inga Lindström“-Folge.

Die junge Sofia (Sogol Faghani) kehrt nach zwei Jahren in ihre Heimat zurück, um mit ihrer Vergangenheit abzuschließen. Eine neue Liebe hat sie nicht im Sinn, als ihr der Starkoch Jonas (Karl Schaper) über den Weg läuft. Ganz anders sieht das Leben von Sofias Nachbarin aus: Frederika (Julia Bremermann) und ihr Mann Gunnar (Helmut Zierl) sind gerade frisch im Rentenalter und ringen mit sich und ihrem neuen Alltag. Beide Frauen stehen an einer Weggabelung.

Sofia erlebt eine Überraschung, als sie in ihrem Haus einen Mieter trifft, von dem sie nichts wusste: Jonas hat sich in dem gemütlichen Landhaus einquartiert. Seine quirlige Tochter Lilly (Finja Leonie Meyer) und sein Hund sind auch dabei. Jonas soll das Menü für ein wichtiges Bankett zusammenstellen. Weil aber Sofia ihr Haus verkaufen möchte, muss sie den Mieter loswerden. Das ist nicht ganz so einfach - die beiden sind sich nämlich sympathisch.

Tango gegen Ehefrust

Ein wenig eingerostet ist die Beziehung von Frederika und Gunnar. Während sich der pensionierte Anwalt am liebsten mit der Angel am See verkrümelt, möchte Frederika das Leben genießen - ins Theater oder ins Restaurant gehen zum Beispiel. Als Gunnar sie zum wiederholten Male versetzt, reicht es der lebensfrohen Frederika. Enttäuscht setzt ihren Mann vor die Tür.

Als das Paar am Telefon Zoff hat, steht plötzlich Lilly vor Gunnar. Die kesse - bisweilen etwas zu kesse - Tochter des Starkochs hat das Gespräch ihres Nachbarn belauscht und mischt sich ungeniert ein. Gunnar ist nur kurz empört - denn das Mädchen bringt Schwung in sein Eigenbrötler-Dasein.

Was Gunnar nicht ahnt: Seine Frau landet durch einen Zufall in einer Tanzschule, wo sie den charmanten und deutlich jüngeren Tanzlehrer Kian (Massimo Sinato) trifft. Kian umwirbt Frederika, und die lässt sich gerne zum Tangotanzen locken. Als Gunnar das herausfindet, glaubt er, seine Frau verloren zu haben. Im Nachbarhaus sieht es dagegen nach Liebesglück aus: Sofia und Jonas scheinen sich gefunden zu haben. Doch dann enthüllt Sofia ihre schmerzliche Vergangenheit.

Geschichten mit Happy End

Die „Inga Lindström“-Romanzen verzaubern das deutsche Publikum seit mehr als 20 Jahren mit schwedischem Flair. Im Drehort sieht auch Regisseur Oliver Dieckmann einen der Erfolgsfaktoren der Reihe. Für viele Menschen sei Schweden ein Sehnsuchtsort, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. 

„Auch ich bin jedes Mal aufs neue geflasht von den langen Sommertagen, der idyllischen Natur mit den vielen Inseln und Seen - und von diesem Gefühl von Weite und Freiheit, das wir in Deutschland so kaum kennen. Während sich am Starnberger See im Sommer Tausende von Menschen tummeln, hat man in Schweden die großartige Natur oft ganz für sich allein.“ Deshalb lasse er seine Figuren auch gerne in einen See oder ins Meer springen, um etwas von diesem Gefühl für die Zuschauer erfahrbar zu machen.

„Dazu kommt, dass jeder Film eine eigene, abgeschlossene und emotionale Geschichte mit Happy End erzählt. Ich finde es reizvoll, jedes Mal neue Figuren, Konflikte und Milieus erzählen zu dürfen, die wir um die zentrale Liebesgeschichte aufbauen“, sagte der Regisseur. Das Genre sei dabei nicht festgelegt: Mal handele es sich eher um eine Komödie, mal um ein Drama. Oft gehe es um Familie und Generationenkonflikte. Vielleicht sei es gerade diese Mischung aus Vertrautem und immer wieder Neuem, die zum langjährigen Erfolg der „Inga Lindström“-Reihe beträgt, meint er.

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