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Drei Minuten gegen Diebe: So halten Fenster und Türen stand

Mit einfachem Werkzeug Fenster und Türen aufhebeln - so versuchen Einbrecher oft, in Häuser und Wohnungen zu kommen. Tipps, wie Sie es ihnen so schwer wie möglich machen, damit es beim Versuch bleibt.

Von dpa

28.09.2026

Achtung, verdächtige Aktivität! Alarmanlagen und Kontakte können Einbruchsversuche melden.Frank Rumpenhorst/dpa

Achtung, verdächtige Aktivität! Alarmanlagen und Kontakte können Einbruchsversuche melden.Frank Rumpenhorst/dpa

© Frank Rumpenhorst/dpa

Die gute Nachricht zuerst: Fast die Hälfte aller Einbruchsversuche scheitert an gesicherten Fenstern und Türen. Denn weil es schnell gehen soll, geben viele Täter bei mechanischen Widerständen auf. Schon wenige Minuten Fehlversuche bedeuten mehr Schutz, heißt es vom Verband Fenster + Fassade (VFF). Die Experten raten daher zu mechanischen Sicherungen, eventuell verstärkt durch elektronische Maßnahmen. 

Auf Widerstandsklasse achten

Mit Sicherungen der Widerstandsklasse RC2 (RC steht für Resistance Class) sind laut dem Verband Fenster und Türen bereits gut geschützt. Sie müssen einem Einbruchsversuch mit Werkzeugen wie Schraubenzieher, Zange und Keilen mindestens drei Minuten standhalten. Noch mehr Schutz bietet die Klasse RC3, die auch schwererem Werkzeug wie einer Brechstange mindestens fünf Minuten widersteht.

Welche Widerstandsklasse sinnvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Etwa davon, wie hoch das persönliche Sicherheitsempfinden ist, wie leicht erreichbar Fenster oder schlecht einsehbar Türen sind. Hier können Fachbetriebe beraten. Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) bietet auf ihrer Webseite eine Hersteller- und Fachbetriebsuche und betont, dass jegliche eingebaute Sicherungen unbedingt fachgerecht montiert sein sollten.

Elektronischer Zusatzschutz

Mechanische Sicherungen stehen beim Einbruchschutz als Basis an erster Stelle, erklärt die Polizei. Zusätzlich können elektronische Komponenten schützen, zum Beispiel versteckte Kontakte oder kleine Drähte im Glas, die Alarm schlagen, wenn etwas aufgehebelt oder eingeschlagen wird.

„Die klassische Methode ist die Alarmanlage, die vor Ort losgeht, in Kombination mit einem Sicherheitsdienst, der alarmiert wird“, sagt Leonhard Mertens vom VFF. Das Ganze lasse sich auch mit dem eigenen Smartphone koppeln. „Das gibt eine zusätzliche Sicherheit, wenn man unterwegs ist und kontrollieren will, ob alles in Ordnung ist.“

Grundregeln beachten

Auch die beste Technik hilft nur, wenn man grundlegende Dinge beachtet. Denn oft profitieren Einbrecher von der Nachlässigkeit der Bewohner. Lassen Sie daher Fenster und Türen niemals offenstehen, wenn Sie nicht da sind. Das gilt auch für das vermeintlich sichere Obergeschoss.

Selbst Fenster „auf Kipp“ sind in der Regel riskant. So können auch Sicherheitsfenster in Kippstellung mit einem Schraubenzieher einfach aus den Angeln gehoben werden. Tipp: Manche Hersteller bieten laut dem VFF Beschläge an, die auch in Kippstellung einen erhöhten Einbruchschutz bieten.

Mechanischer Schutz wirkt - wenn alles zu und abgeschlossen ist: Gesicherte Fenster und Türen lassen viele Einbruchsversuche scheitern.Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Mechanischer Schutz wirkt - wenn alles zu und abgeschlossen ist: Gesicherte Fenster und Türen lassen viele Einbruchsversuche scheitern.Zacharie Scheurer/dpa-tmn

© Zacharie Scheurer/dpa-tmn

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