Panorama

Die „Zielfahnder“ auf der Spur skrupelloser Mädchenhändler

Zum vierten Mal schickt das Erste die „Zielfahnder“ auf Verbrecherjagd. Das Hauptdarsteller-Duo Ulrike C. Tscharre und Hanno Koffler verfolgt einen Menschenhändler-Ring bis nach Malta.

Von Ute Wessels, dpa

18.04.2026

Zielfahnder Lars Röwer (Hanno Koffler, l.) und Hanna Landauer (Ulrike C. Tscharre) sind in einer Szene des Films „Zielfahnder - Kalte Sonne“ auf der Flucht und müssen sich entscheiden, ob sie ins Meer springen. (Handout)Stephan Lacant/ARD Degeto/dpa

Zielfahnder Lars Röwer (Hanno Koffler, l.) und Hanna Landauer (Ulrike C. Tscharre) sind in einer Szene des Films „Zielfahnder - Kalte Sonne“ auf der Flucht und müssen sich entscheiden, ob sie ins Meer springen. (Handout)Stephan Lacant/ARD Degeto/dpa

© Stephan Lacant/ARD Degeto/dpa

Es ist eine sehr düstere und abgründige Welt, in die die „Zielfahnder“ abtauchen müssen, und in die sie ihr TV-Publikum mitnehmen. Ihr neuester Einsatz bringt Hanna Landauer und Lars Röwer auf die Spur eines international operierenden Menschenhändler-Rings. In den Hauptrollen überzeugen Ulrike C. Tscharre und Hanno Koffler als ebenso professionelle wie mitfühlende Zielfahnder und Susanne Wuest als skrupellose Verbrecherin.

Der Film „Zielfahnder - Kalte Sonne“ ist heute um 20.15 Uhr im Ersten sowie bereits in der ARD-Mediathek zu sehen. 

Zehn Jahre ist es her, dass die erste Folge der „Zielfahnder“ im Ersten ausgestrahlt wurde. „Flucht in die Karpaten“ hieß die spannende Episode unter der Regie von Dominik Graf, in der Ronald Zehrfeld den Co-Ermittler Sven Schröder spielte. 2019 und 2024 gab es mit „Blutiger Tango“ und „Polarjagd“ zwei weitere Auflagen. Hier war dann Hanno Koffler als Co-Ermittler Lars Röwer dabei.

Mit der Folge „Kalte Sonne“ gelingt es Regisseur Stephan Lacant und Drehbuchautorin Mia Maariel Meyer mit einem brisanten Thema an die Vorgänger-Filme anzuknüpfen. Es geht um ein zynisches Missbrauchssystem, in dem Frauen zur Ware degradiert, brutal misshandelt und seelisch zerstört werden - und das vor der Kulisse der eigentlich idyllischen Ferieninsel Malta.

Ein wenig Gerechtigkeit

Der Film beginnt im Gerichtssaal. Man könne den Opfern nur ein Stück weit Gerechtigkeit geben, indem man die, die ihre Leben zerstörten, verurteile, sagt die Richterin. Auf der Anklagebank: Maria Weinert (Susanne Wuest), die völlig gewissenlos einen Mädchenhändlerring aufgebaut hat, ein Netzwerk, das Mädchen und Minderjährige ausbeutet und versklavt. Und das unter dem Namen „Pink Rose“.

Als Zeugin sagt eine verstörte und traumatisierte, junge Frau aus: „Ich war 16 und ziemlich lost.“ Sie erzählt, wie sie angelockt wurde, Klamotten geschenkt bekam, auf Partys eingeladen wurde. Irgendwann sollte sie bei solchen Festen gegen ihren Willen ältere Männer massieren - dann wurde mehr von ihr verlangt. „Was ich mal war, war ich danach nicht mehr“, sagt die Zeugin mit gebrochener, kaum verständlicher Stimme. 

Ermittler in Gefahr

Doch Maria kann für ihre Verbrechen nicht zur Verantwortung gezogen werden: Ihr gelingt die Flucht. Die Zielfahnder Hanna Landauer und Lars Röwer folgen ihr nach Malta. Dort ergeben die Ermittlungen eine Verbindung zu dem deutschen Schönheitschirurgen Hendrik Meingast (Godehard Giese) und dessen Frau Ursel (Kim Riedle). Maria und Ursel waren früher enge Freundinnen. Nicht nur über sie wollen die Zielfahnder Maria ausfindig machen. Dabei geraten sie selbst in Lebensgefahr.

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