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Begegnung mit Wolf: Wie verhalte ich mich?

Wölfe meiden Menschen eigentlich, doch ein Vorfall in Hamburg erinnert daran: Wildtiere haben ihre eigenen Regeln. Was man bei einer Wolfsbegegnung machen sollte - und was lieber nicht.

Von dpa

31.03.2026

Dieser Wolf wurde in einem Gehege in Baden-Württemberg fotografiert - doch es gibt auch viele Wölfe in freier Wildbahn in Deutschland.Bernd Weißbrod/dpa

Dieser Wolf wurde in einem Gehege in Baden-Württemberg fotografiert - doch es gibt auch viele Wölfe in freier Wildbahn in Deutschland.Bernd Weißbrod/dpa

© Bernd Weißbrod/dpa

Ein Wolf hat in Hamburg eine Frau gebissen und verletzt. Viele Details des Vorfalls in der Hansestadt sind noch unklar – etwa, warum sich das Tier und die Frau so nahe gekommen sind. Denn Wölfe weichen Menschen in der Regel aus, weil sie scheu sind. Furcht ist laut Experten unbegründet, Respekt - wie vor allen Wildtieren - aber angebracht.

Dass Wolfsbegegnungen vorkommen können, zeigt nicht nur dieses drastische aktuelle Beispiel – gerade in Wäldern, aber auch in der Nähe von Ortschaften ist das in vielen Regionen des Landes nicht ausgeschlossen. 

Eine Sichtung in der Nähe von Siedlungen sei nichts Ungewöhnliches, heißt es vom Naturschutzbund (Nabu) Deutschland. „Bei ihrer Wanderung wählen Wölfe schlicht den kürzesten und oftmals auch bequemsten Weg – und der kann schon mal mitten durch eine Siedlung gehen.“ 

Dem Wolf muss man Raum lassen

Was ist, wenn es zur Begegnung kommt? Dann sollte man das Tier ruhig beobachten und ihm genug Raum zum Zurückziehen lassen, empfehlen die Naturschützer. „Wenn Sie sich unwohl fühlen, richten Sie sich auf und machen Sie sich groß.“ Lautes, energisches Rufen oder Klatschen könne den Wolf vertreiben.

Was man nicht tun sollte: Dem Wolf hinterherlaufen oder gar versuchen, ihn anzulocken und zu füttern. 

Wolf gesehen? Das kann man im Netz melden

Was Fachleuten bei der Dokumentation hilft: Aus der Entfernung Bilder des Tieres machen. Seine Beobachtung sollte man der zuständigen Wolfsberatung in den einzelnen Bundesländern melden – dort werden Hinweise zu den Tieren gesammelt, so der Nabu. 

Die Ansprechpartner sind auf der Website der „Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf“ unter dbb-wolf.de gelistet – etwas versteckt unter dem Menüpunkt Wolfsmanagement.

Wolfsterritorien gibt es laut der Dokumentationsstelle aktuell in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Schleswig-Holstein. Die meisten, in Summe 57, finden sich in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern – einige der Territorien reichen auch über Grenzen in andere Bundesländer hinüber, etwa nach Brandenburg.

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