Angezündete 47-Jährige – Mordprozess gegen Partner beginnt
Er soll seine Partnerin mit brennender Flüssigkeit überschüttet und sie angezündet haben. Die Frau stirbt – dem Mann wird Mord vorgeworfen.
Der Mordprozess wird am Landgericht Halle geführt. (Symbolbild)Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa
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Am Landgericht Halle beginnt am Dienstag kommender Woche der Mordprozess gegen einen 45-Jährigen, der in Weißenfels seine Lebensgefährtin angezündet haben soll. Nach einem Streit soll er die Frau in der gemeinsamen Wohnung mit brennbarer Flüssigkeit übergossen und angezündet haben, um sie langsam und qualvoll zu töten, teilte eine Gerichtssprecherin mit.
Die Frau habe Verbrennungen insbesondere im Gesicht, an Nacken und Hinterkopf, am Thorax sowie an Armen, Händen und Beinen erlitten. Sie musste in ein künstliches Koma versetzt und künstlich beatmet werden. Wenige Tage später sei sie an einem Multiorganversagen und den schweren Verbrennungen gestorben, hieß es weiter.
Der Angeklagte, der laut der Sprecherin wie das Opfer polnischer Staatsbürger ist, habe bislang keine Angaben zum Tatvorwurf gemacht. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Freiheitsstrafe. Das Gericht hat zunächst fünf Verhandlungstage bis zum 28. Januar angesetzt.