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Angeklagte bestreitet Überfall auf Geldboten

Im Prozess um den Überfall auf einen Geldtransport in Solingen bestreitet die Angeklagte jede Beteiligung. Die Staatsanwaltschaft sieht das anders.

Von dpa

19.02.2026

Sieben Jahre nach dem Überfall auf Geldtransporteure in Solingen steht eine Frau in Wuppertal vor Gericht. (Archivbild)Tim Oelbermann/dpa

Sieben Jahre nach dem Überfall auf Geldtransporteure in Solingen steht eine Frau in Wuppertal vor Gericht. (Archivbild)Tim Oelbermann/dpa

© Tim Oelbermann/dpa

Sieben Jahre nach einem Überfall auf einen Geldtransport in Solingen hat eine mutmaßliche Mittäterin ihre Beteiligung bestritten. Sie sei bei der Tat nicht dabei gewesen, ließ die 41-Jährige beim Prozessauftakt vor dem Wuppertaler Landgericht erklären.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau vor, im Januar 2019 gemeinsam mit mehreren bereits verurteilten Mittätern rund eine halbe Million Euro erbeutet zu haben. Damals sollten Geldautomaten einer Sparkasse befüllt werden. 

Bank-Mitarbeiterin überwältigt

Einer der Sicherheitsleute soll die begleitende Sparkassen-Mitarbeiterin überwältigt und gefesselt haben. Mehrere Täter hätten anschließend die Geldkassetten geöffnet und das Geld entnommen. Die Angeklagte soll währenddessen die Mitarbeiterin des Geldinstituts bewacht haben.

Bereits Ende 2019 waren mehrere Beteiligte verurteilt worden. Die nun Angeklagte habe sich nach der Tat aber ins Ausland abgesetzt und sei erst 2024 bei der Wiedereinreise gefasst worden, so die Staatsanwaltschaft. 

Einige der bereits verurteilten Täter sollen die 41-Jährige belastet haben. Einer der Verurteilten sei ihr Ehemann. In der gemeinsamen Wohnung habe die Polizei mehr als 340.000 Euro sichergestellt. Der Frau droht eine mehrjährige Haftstrafe. Das Gericht hat weitere Verhandlungstage angesetzt.

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