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Zweite Tarifrunde im Groß- und Außenhandel ohne Einigung

In den Verhandlungen geht es um die Bezahlung von rund 60.000 Hamburger Beschäftigten. Ein erstes Arbeitgeberangebot hat die Gewerkschaft vehement abgelehnt.

Von dpa

19.05.2026

Im Hamburger Groß- und Außenhandel gibt es rund 60.000 Beschäftigte. (Illustration.)Christian Charisius/dpa

Im Hamburger Groß- und Außenhandel gibt es rund 60.000 Beschäftigte. (Illustration.)Christian Charisius/dpa

© Christian Charisius/dpa

Die zweite Tarifrunde im Hamburger Groß- und Außenhandel ist ohne Einigung beendet worden. Die Arbeitgeberseite legte ein erstes Angebot vor, das die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) ablehnte. Die Verdi-Verhandlungsführerin Heike Lattekamp sagte, das Angebot sei angesichts von Preissteigerungen „blanker Hohn“. Den Tarifparteien zufolge betreffen die Verhandlungen rund 60.000 Beschäftigte. 

Eine Verdi-Sprecherin sagte, der Groß- und Außenhandel sei weitgehend mittelständisch und umfasse Unternehmen unterschiedlicher Bereiche. Darunter fielen in Hamburg etwa Medikamentengroßhändler, Händler von Autoteilen und Stahl sowie Unternehmen wie Metro und Handelshof.

Der AGA Unternehmensverband, der die Arbeitgeber vertritt, bot eine Entgelterhöhung in zwei Schritten um insgesamt 3,4 Prozent bei einer zweijährigen Laufzeit des Vertrags. Verdi fordert für die Beschäftigten in den rund 4.500 Unternehmen eine Steigerung der Entgelte um sieben Prozent, mindestens jedoch 250 Euro im Monat. Der Vertrag solle ein Jahr lang gelten. 

Der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, Michael Fink, sagte laut einer Mitteilung: „Viele Betriebe im Groß- und Außenhandel stehen weiterhin unter erheblichem Druck: kein reales Wachstum, hohe Kosten, schwache Konjunktur und eine insgesamt unsichere Lage lassen kaum Spielräume.“

Die dritte Verhandlungsrunde ist am 22. Juni geplant.

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