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Ypsomed bekommt grünes Licht für Windenergieanlage

Das Medizintechnikunternehmen Ypsomed macht den Schweriner Standort fit für die Zukunft. Neben dem Ausbau der Produktion wird nun auch die Energieversorgung nachhaltiger.

Von dpa

18.09.2026

Der Schweizer Medizintechnikhersteller Ypsomed wächst in Schwerin weiter. (Archivbild)Jens Büttner/dpa

Der Schweizer Medizintechnikhersteller Ypsomed wächst in Schwerin weiter. (Archivbild)Jens Büttner/dpa

© Jens Büttner/dpa

Das Schweizer Medizintechnikunternehmen Ypsomed darf auf seinem Firmengelände in Schwerin-Krebsförden eine neue Windenergieanlage errichten und betreiben. Landwirtschafts- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat den Genehmigungsbescheid am Freitagnachmittag bei einem Besuch am Produktionsstandort übergeben, wie das Umweltministerium mitteilte. 

„Ypsomed investiert mehr als 500 Millionen Euro in Schwerin und will in den kommenden drei Jahren 500 neue Arbeitsplätze schaffen. Das ist ein starkes Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Backhaus. Mit der neuen Windenergieanlage werde die industrielle Entwicklung mit einer zunehmend eigenen und erneuerbaren Energieversorgung verbunden, sagte der Minister. 

Die Anlage vom Typ Vestas V162 verfügt über eine Leistung von 7,2 Megawatt. Sie soll eine Nabenhöhe von 169 Metern und eine Gesamthöhe von 250 Metern haben. Gemeinsam mit der bereits vorhandenen Photovoltaikanlage soll sie zur nachhaltigen Eigenstromversorgung des Produktionswerks beitragen. 

Rund 600 Mitarbeiter bei Ypsomed angestellt 

Bei seinem Besuch informierte sich Backhaus zunächst über den Baufortschritt beim Ausbau des Produktionswerks II. Ypsomed produziert in Schwerin Injektionssysteme zur Selbstverabreichung flüssiger Medikamente. Am Standort sind derzeit rund 600 Mitarbeiter beschäftigt. 

Für den Standort sei die Genehmigung ein Meilenstein, sagte Ypsomed-Werksleiter Tomasz Walesa. „Die Windenergieanlage ist ein wichtiger Baustein unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Gemeinsam mit der Photovoltaikanlage wollen wir erneuerbare Energie direkt am Standort nutzen und damit unsere Produktion langfristig nachhaltiger gestalten.“ 

MV produziert mehr Strom als im Land gebraucht wird 

Ypsomed ist ein Familienunternehmen mit Sitz in Burgdorf bei Bern. Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen weltweit Marktführer bei Infusionssets und Injektionsgeräten für Diabetiker zur Verabreichung flüssiger Medikamente, sogenannten Pens. Seit August 2019 produziert Ypsomed in Schwerin. Das Unternehmen möchte seine Produktionskapazitäten erheblich erweitern. In den kommenden drei Jahren sollen nach Unternehmensangaben rund 500 weitere Arbeitsplätze entstehen. Zudem will Ypsomed mehr als 500 Millionen Euro in den Ausbau seiner Produktion investieren. 

Backhaus betonte, Mecklenburg-Vorpommern produziere bereits deutlich mehr erneuerbaren Strom als im Land selbst verbraucht werde. Unternehmen sollten diesen Vorteil zunehmend für ihre Produktion nutzen können. Die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die Windenergieanlage wurde am 17. September 2026 erteilt. Der Antrag war im Januar 2025 eingereicht worden. Aufgrund einer benachbarten Störfallanlage waren im Genehmigungsverfahren besondere Sicherheitsanforderungen zu berücksichtigen.

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