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Woidke will Unternehmen mit Klimageld unterstützen

Wenn eine Firma viel klimaschädliches Kohlendioxid ausstößt, muss sie dafür zahlen. Das Geld fließt in einen Fonds. Brandenburgs Regierungschef Woidke schlägt eine Reform vor.

Von dpa

23.01.2026

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) wirbt für eine Reform des CO2-Emissionshandels. (Archivbild)Soeren Stache/dpa

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) wirbt für eine Reform des CO2-Emissionshandels. (Archivbild)Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hält eine größere Unterstützung der Unternehmen auf dem Weg zu mehr Klimaschutz für nötig. Er dringt auf eine Reform des CO2-Emissionshandels zur Senkung von Treibhausgasen. „Ich fordere ein Klimageld für die Wirtschaft“, sagte der SPD-Politiker dem Nachrichtenportal „The Pioneer“. „Das Geld darf als Verfügungsmasse nicht einfach in den Klima- und Transformationsfonds fließen, sondern muss zurück an die Unternehmen gehen.“

Deutschland will bis 2045 klimaneutral werden - also unter dem Strich kein klimaschädliches Kohlendioxid mehr ausstoßen. Mit dem CO2-Preis, den Unternehmen und Kraftwerke mit hohem Energieverbrauch zahlen müssen, soll der Umstieg auf klimafreundliche Technologien unterstützt werden. Das Geld fließt in den Klima- und Transformationsfonds, aus dem zum Beispiel Wärmepumpen und effiziente Gebäude subventioniert werden.

Der Hauptgeschäftsführer des Verbands der chemischen Industrie, Wolfgang Große Entrup, sagte „The Pioneer“, ohne schnelle Entlastungen und grundlegende Reformen werde der EU-Emissionshandel „zum Brandbeschleuniger für Produktionsstopps und Standortschließungen“. Auch die Wirtschaftsvereinigung Stahl unterstützt die Idee.

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