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Wieder Warnstreiks an Schulen und Uni-Kliniken

Unterrichtsausfälle und verschobene Operationen an Unikliniken sind die Folgen von Warnstreiks in MV. Damit wollen die Gewerkschaften ihren Druck auf die öffentlichen Arbeitgeber aufrechterhalten.

Von dpa

05.02.2026

Knapp eine Woche vor der nächsten Tarifrunde gab es auch in MV erneut Warnstreiks. Christoph Reichwein/dpa

Knapp eine Woche vor der nächsten Tarifrunde gab es auch in MV erneut Warnstreiks. Christoph Reichwein/dpa

© Christoph Reichwein/dpa

In Mecklenburg-Vorpommern sind zum wiederholten Male Warnstreiks an mehreren Schulen sowie den Universitätsmedizin-Standorten Rostock und Greifswald angelaufen. Zu den bestreikten Schulen gehörten die Pestalozzi-Grundschule in Torgelow, die Schule „Am Park“ in Behrenhoff (beide Landkreis Vorpommern-Greifswald), die Ostseeschule in Wismar sowie die Regionale Schule in Dorf Mecklenburg (Landkreis Nordwestmecklenburg), wie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mitteilte.

Landesweit hätten sich acht Busse auf den Weg zur zentralen Kundgebung nach Rostock aufgemacht, sagte eine GEW-Sprecherin. Einer habe allerdings wegen Glatteis umdrehen müssen. An der zentralen Kundgebung am Neuen Markt in Rostock nahmen bei eisigen Temperaturen nach übereinstimmenden Angaben von Polizei und Gewerkschaft rund 600 Menschen teil. 

An der Pestalozzi-Grundschule in Torgelow hieß es, dass Unterricht ausfalle, die Betreuung der Kinder aber gesichert sei. Für mehrere Klassen wurden eine Notbetreuung organisiert. 

Die Tarifrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder soll am 11. Februar fortgesetzt werden. Bis dahin seien keine weiteren Warnstreiks geplant, betonte die Sprecherin. 

Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Lohn 

An Warnstreiks beteiligten sich auch wieder Beschäftigte der den Universitätskliniken in Rostock und Greifswald, wo die Aktionen auch am Freitag fortgesetzt werden sollen. Durch die Arbeitsniederlegungen mussten zuletzt immer wieder geplante Operationen verschobenen werden. In Greifswald verständigten sich Uniklinik und die Gewerkschaft Verdi aber darauf, zumindest heute die Bereiche OP-Pflege und Anästhesie-Pflege von Warnstreiks auszuklammern. Damit können laut Uni-Medizin die OP-Säle vollumfänglich genutzt werden.

Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Laut Innenministerium sind in MV rund 34.600 Arbeitnehmer betroffen, neben Angestellten auch Beamte, auf die die Verhandlungsergebnisse in der Regel übertragen werden.

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