Werbecoup im Stadion: So trickst Levi’s die FIFA aus
Verstecktes Logo, virale Aktion: Levi’s begeistert mit einem cleveren Schachzug gegen die FIFA. Wie das Jeanslabel ein Stadion in Kalifornien trotz Verboten prägt.
Gut zu erkennen: Der verhüllte Stadionname.Georg Hochmuth/APA/dpa
© Georg Hochmuth/APA/dpa
Der amerikanischen Jeansmarke Levi’s ist bei der Fußball-WM ein viel beachteter Werbecoup gelungen. Eigentlich heißt das Stadion im kalifornischen Santa Clara Levi’s Stadium und wird sonst für American Football genutzt, während des Turniers erlaubt der FIFA-Weltverband den eigentlichen Namen des Sponsors allerdings nicht.
Der Börsenkonzern Levi’s (eigentlich Levi Strauss & Co.) umging das Verbot clever und ließ die Konzern-Buchstaben im San-Francisco-Bay-Area-Stadion, wie die Arena in den kommenden Wochen offiziell heißt, mit weißen Planen abhängen. Diese bilden nun aber die Umrisse des weltberühmten Firmenlogos - die riesigen Symbole bleiben somit für viele weiter gut erkennbar. Levi’s ist kein offizieller FIFA-Partner, deswegen war die Aktion nötig. Auch in vielen anderen WM-Stadien mussten Sponsorenlogos verdeckt werden.
In den sozialen Medien verbreitete der Konzern das gelungene Marketing in der eigentlichen Heimspielstätte der San Francisco 49ers und änderte für mehr als zehn Millionen Follower bei Instagram auch dort das eigene Logo so, dass kein Schriftzug mehr zu lesen ist. In einem Post wurden Fans mit den Worten „Wir heißen die Welt willkommen im wunderschönen (zensierten) Stadion“ begrüßt. Gefeiert wurde die Aktion nicht nur von tausenden Fans, sondern auch von anderen Großkonzernen wie Walmart.