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Weniger Steuereinnahmen für Berlin erwartet

Berlin muss mit einem leichten Minus bei den Steuereinnahmen rechnen. Warum der Finanzsenator jetzt vor noch größeren Risiken für Wirtschaft und Jobs warnt.

Von dpa

08.05.2026

Die jüngste Steuerschätzung erwartet auch für Berlin weniger Einnahmen. (Symbolbild)Oliver Berg/dpa

Die jüngste Steuerschätzung erwartet auch für Berlin weniger Einnahmen. (Symbolbild)Oliver Berg/dpa

© Oliver Berg/dpa

Das Land Berlin muss nach der jüngsten Steuerschätzung für Bund, Länder und Kommunen mit etwas geringeren Einnahmen rechnen als im aktuellen Doppelhaushalt eingeplant. Finanzsenator Stefan Evers (CDU) bezifferte das Minus auf 64 Millionen Euro in diesem Jahr und auf 187 Millionen Euro im Jahr 2027. Insgesamt könne Berlin 2026 nunmehr mit Steuereinnahmen von rund 31,0 Milliarden Euro rechnen und im kommenden Jahr mit rund 31,9 Milliarden Euro.

„Der Krieg im Nahen Osten stellt eine erhebliche Belastung für die öffentlichen Haushalte dar“, erklärte Evers. „Wann und in welcher Form sich die Lage stabilisieren wird, ist derzeit nicht seriös absehbar.“ Sollte eine Normalisierung der Lage länger brauchen, sei mit größeren negativen Auswirkungen auf Wirtschaft, Beschäftigung und Steueraufkommen zu rechnen als bislang vom Bund angenommen. 

Senator mahnt Reformen an

Evers sieht zudem strukturelle Probleme am Wirtschaftsstandort Deutschland. „Hohe Energiekosten, steigende Sozialabgaben, übermäßige Bürokratie und langwierige Genehmigungsverfahren belasten Wachstum, Investitionen, Wettbewerbsfähigkeit und drücken damit auch die Steuereinnahmen.“ Deutschland brauche eine neue wirtschaftliche Dynamik. „Ohne einen klaren Reformkurs werden sich die Belastungen für Wirtschaft und öffentliche Haushalte weiter verschärfen.“

In ihrer am Donnerstag veröffentlichten Prognose sagen die Steuerschätzer angesichts schwächerer Konjunkturaussichten wegen des Iran-Kriegs einen Rückgang der Steuereinnahmen für Bund, Länder und Kommunen voraus. Für das laufende Jahr fallen die Einnahmen für den Gesamtstaat demnach um 17,8 Milliarden Euro geringer aus als in der letzten Herbstschätzung angenommen. Auch für die Folgejahre bis 2030 ist demnach jeweils mit einem Minus von rund 17 Milliarden Euro zu rechnen.

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