Weißer Ring hilft Opfern des Terroranschlags
Soforthilfe, Begleitung und psychische Unterstützung: Wie der Weiße Ring Betroffene des Berliner Anschlags auffängt – und an wen sich die Angebote richten.
Der Weiße Ring bietet nach dem Terroranschlag in Berlin Opfern, Helfern und Augenzeugen Hilfe an. (Archivbild) Jens Kalaene/dpa
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Der Weiße Ring unterstützt die Opfer des Terroranschlags im Berliner Tiergarten. Die Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer habe umgehend erste Schritte eingeleitet, um Betroffene unbürokratisch unterstützen zu können, erklärte der Berliner Landesvorsitzende Rolf Schmachtenberg. „Wir sind jetzt für die Opfer dieser Tat da.“ Der Weiße Ring ist nach eigenen Angaben Deutschlands größte Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer.
Professionell ausgebildete ehrenamtliche Opferhelfer könnten nicht nur finanzielle Soforthilfen auszahlen oder Kontakt zu Behörden und Hilfseinrichtungen herstellen, erläuterte er. „Wir begleiten die Betroffenen in dieser belastenden Situation und versuchen, ihnen Halt zu geben.“ Die Angebote richteten sich nicht nur an Verletzte, sondern auch an Angehörige, Helfer und Augenzeugen. „Wir lassen niemanden allein“, so Schmachtenberg.
Ergänzend appellierte er an die Öffentlichkeit, den Blick auf die Opfer zu richten und nicht auf den Täter. Der Weiße Ring ist erreichbar über das Opfer-Telefon unter der Rufnummer 116006 oder über das Landesbüro Berlin unter der Nummer 030 8337060 und der Mailadresse berlin@weisser-ring.de.
Frau stirbt bei Anschlag
Bei dem Terroranschlag am Samstag hatte der 21-jährige Attentäter mit einem Auto mehrere Passanten angefahren, bevor er - vermutlich mit einer Machete - weitere Menschen verletzte. Eine Frau starb, 31 Menschen wurden verletzt, darunter 7 schwer. Der Islamist wurde am Sonntagabend von Polizisten erschossen, als sie ihn in einer Kleingartenkolonie stellten.