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Wal in Not – Ministerpräsident Günther sichert Hilfe zu

Mehrere Bagger kämpfen vor Timmendorfer Strand, um den gestrandeten Buckelwal zu retten. Auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident ist vor Ort und macht sich ein eigenes Bild der Lage.

Von dpa

26.03.2026

Daniel Günther beobachtete die Baggerarbeiten vor Timmendorfer Strand.Ulrich Perrey/dpa

Daniel Günther beobachtete die Baggerarbeiten vor Timmendorfer Strand.Ulrich Perrey/dpa

© Ulrich Perrey/dpa

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther macht sich in Timmendorfer Strand ein eigenes Bild vom Rettungsversuch des festsitzenden Buckelwals. Der CDU-Politiker sagte die Hilfe des Landes zu. Sollte der Meeressäuger frei kommen, wolle Kiel etwa zwei Boote zur Verfügung stellen, um das Tier durch die Ostsee zu geleiten, berichtete ein dpa-Reporter vor Ort. Damit soll verhindert werden, dass er wieder strandet.

Günther betonte zudem, dass er sich für die Hilfe bei den Rettern bedanken wolle. Er beobachtete die vor Ort stattfindenden Baggerarbeiten und sah bei der Verlegung der Bojen zu, mit denen die für den Wal ausgegrabene Rinne markiert wurde. Die Baggerarbeiten sollen den Angaben des Reporters nach bis zum Einbruch der Dunkelheit fortgesetzt werden.

Zuletzt hatte ein schwimmender Schaufelbagger damit begonnen, um das Tier herum eine Rinne auszuheben. Dabei sei die Baggerschaufel bereits einen Meter vor dem Tier im Wasser gewesen. Wegen Orientierungsschwierigkeiten des Baggerfahrers sei die Rinne allerdings noch unvollständig, sagte Stephanie Groß, Walexpertin des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW).

Herausfordernde Rettungsaktion

Im trüben Wasser erkenne der Fahrer oft nicht, wo er den Sand bereits bewegt habe, hieß es. Gleichzeitig ist ein zweiter Bagger wieder im Einsatz. Er baue derzeit eine Rampe, um näher an den Wal heranzukommen. Auch der Saugbagger der bereits am Dienstag genutzt wurde, sei wieder im Einsatz.

Baggerfahrer Tim Löhndorf von der Firma Ökologischer Gewässerdienst Wandhoff hatte der dpa am Mittwoch gesagt, dass mit mehreren Baggern eine 50 Meter lange, sechs Meter breite und 1,20 Meter tiefe Rinne vor dem Kopf des Wals gegraben werden soll. Besonders herausfordernd seien bei der Rettungsaktion Wind und Strömung.

Nicht der erste Rettungsversuch

Der Buckelwal war Montagmorgen auf einer Sandbank entdeckt worden. Am Dienstag war ein Rettungsversuch mit einem kleinen Saugbagger gescheitert. „Leider hat sich herausgestellt, dass der Sand zu fest ist“, erklärte Groß. Zuvor waren bereits andere Versuche fehlgeschlagen. Zwar gelang es, den Wal in Richtung der tieferen Fahrrinne zu drehen, frei kam er aber nicht.

Auch Versuche, mit Polizeibooten Wellen zu machen, damit sich der Wal freischwimmen kann, brachten nichts. Um den Wal nicht weiter zu stressen, waren die Versuche dann zunächst abgebrochen worden. Doch auch die Hoffnung, dass sich das Tier mit dem Hochwasser in der Nacht zu Dienstag freischwimmen kann, erfüllte sich nicht.

Günther sagte Hilfe vom Land zu. Ulrich Perrey/dpa

Günther sagte Hilfe vom Land zu. Ulrich Perrey/dpa

© Ulrich Perrey/dpa