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VfB-Kapitän Karazor fliegt jetzt „nicht in den Urlaub“

Für Atakan Karazor ist die Bundesliga-Saison beendet. Wie der Rot-Sünder seiner Mannschaft dennoch helfen will - und wie er das späte 3:3 bei der TSG Hoffenheim erlebte.

Von dpa

03.05.2026

Rot für Atakan Karazor (weißes Trikot): Der VfB-Kapitän erlebte das turbulente Ende bei der TSG Hoffenheim in der Kabine. Uwe Anspach/dpa

Rot für Atakan Karazor (weißes Trikot): Der VfB-Kapitän erlebte das turbulente Ende bei der TSG Hoffenheim in der Kabine. Uwe Anspach/dpa

© Uwe Anspach/dpa

VfB-Kapitän Atakan Karazor hat den Ausgleich der Stuttgarter beim 3:3-Spektakel in Sinsheim erst mit Verzögerung mitbekommen. Der 29-Jährige saß nach seiner Roten Karte in der Partie bei der TSG 1899 Hoffenheim in der Kabine, als draußen Jubel aufbrandete. 

„Ich habe drin weitergeschaut. Und als das Tor dann gefallen ist - der Fernseher war ein paar Sekunden später dran - habe ich natürlich gehofft, dass es für uns gefallen ist“, erzählte der türkische Nationalspieler später. „Und dann war’s so. Das freut mich natürlich sehr.“

Auch für den Sünder „eine klare Rote Karte“ 

Tiago Tomas hatte in der fünften Minute der Nachspielzeit noch für die Schwaben getroffen im Duell der beiden Champions-League-Kandidaten. Für Karazor ist die Bundesliga-Saison wohl bereits beendet. Der Mittelfeldspieler selbst geht von einer Zwei-Spiele-Sperre aus, nachdem er Fisnik Asllani heftig an der Ferse getroffen hatte und Schiedsrichter Sascha Stegemann ihn vom Platz stellte (69.).  

„Es ist eine klare Rote Karte, ich hab’s auch direkt gewusst“, räumte Karazor ein. Er habe einen Konter unterbinden, den TSG-Stürmer aber nicht verletzen wollen. „Da war direkt klar: Ich muss mich entschuldigen.“ Er habe nach dem Spiel mit Asllani noch mal gequatscht - „da konnte er wieder lachen.“

Noch ein Ziel nach der Saison

Über die Moral des VfB, so Karazor, brauche man nicht reden, „die war unglaublich“. Er werde nun versuchen, der Mannschaft Energie zu geben, damit sie die letzten zwei Liga-Spiele erfolgreich gestaltet, „weil wir nach der Saison auch noch ein Ziel haben“. 

Beim DFB-Pokal-Endspiel gegen den FC Bayern am 23. Mai könnte der Spielführer der Schwaben wieder dabei sein. „Für mich kommt nicht infrage, in Urlaub zu fliegen oder so“, ergänzte er lächelnd.

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