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Vermeij einmal zur Stelle: Dynamo holt wichtige Punkte

Ein zähes Spiel geht am Ende noch in die richtige Richtung. Dynamo will den Erfolg mehr als Lautern und wird belohnt.

Von Gerald Fritsche, dpa

02.05.2026

Robert Wagner (l.) war einer der besten Dresdner.Robert Michael/dpa

Robert Wagner (l.) war einer der besten Dresdner.Robert Michael/dpa

© Robert Michael/dpa

Im Stadion gab es einen ohrenbetäubenden Lärm der Erlösung, die Reservisten und nicht im Kader stehenden Spieler stürmten auf den Platz: Der Schlusspfiff war für Dynamo Dresden wie ein Pokalsieg. Das 1:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern öffnete die Tür zum Klassenverbleib ganz weit, zumal die Konkurrenz mitspielte. Viele Chancen hatten die Dresdner nicht, doch die eine durch Vincent Vermeij (68.) wurde genutzt. 

„Ich habe nur zwei Möglichkeiten im ganzen Spiel gehabt. Umso glücklicher bin ich, dass ich das eine Tor gemacht habe. Davon träumst du als Stürmer vor jeder Partie, dass du den entscheidenden Treffer machst“, sagte Vermeij nach seinem neunten Saisontreffer. Trainer Thomas Stamm lobte die Gier der Abwehrspieler beim Nahverteidigen. „Die Mannschaft hat sich belohnt in einem Spiel, das wie jede Woche sehr ausgeglichen war.“

Der Dynamo-Trainer musste kurz vor Spielbeginn noch einen Wechsel vornehmen. Für Julian Pauli, der unter muskulären Problemen litt, kam Friedrich Müller in die Innenverteidigung. Ansonsten lief die eingespielte Stammformation des Coaches auf.

Dynamo die aktivere Mannschaft

Die übernahm nach zehn Minuten zwar mehr und mehr die Initiative, wirkte aber möglicherweise den frühsommerlichen Temperaturen geschuldet gedanklich nicht so frisch. Deshalb ging offensiv nur wenig. Bei Chancen von Niklas Hauptmann (13.) und Ben Bobzien (38.) war Lauterns Torhüter Julian Krahl auf dem Posten, Robert Wagner (15.) zielte bei seinem Distanzschuss etwas zu hoch. Das war es dann schon in einer an Höhepunkten armen ersten Halbzeit.

Auch, weil sich die Gäste eher nicht am Offensivspiel beteiligten. Vielmehr setzte die nach sehr vielen Ausfällen ersatzgeschwächte Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht auf die Sicherung des eigenen Tores. Tatsächlich ließ man da wenig zu. Besonders Maxwell Gyamfi erwies sich im Abwehrzentrum als Turm in der Schlacht, verteidigte stark gegen Vincent Vermeij, schloss mit schnellen Antritten immer wieder Lücken und war bei Standards gegen Thomas Keller immer zur Stelle.

Dynamo verdient sich den Erfolg

Nach der Pause bot sich ein ähnliches Bild, obwohl die Pfälzer nun nicht mehr ganz so tief standen. Dynamo versuchte zu spielen, dabei fehlten aber die Geschwindigkeit und die Ideen. Nur wenn Bobzien, Hauptmann, Jason Ceka und später Jakob Lemmer in lange Dribblings gingen, wurde die Lauterer Abwehr vor Probleme gestellt.

Das Tor, welches nach einem Einwurf der Gäste entstand, lockte die Gäste mehr aus der Abwehr. Nun waren die Defensivspieler mehr gefordert. An der Körpersprache aber sah man, dass die Mannschaft den Sieg unbedingt über die Zeit bringen wollte. „Der Erfolg war eminent wichtig. Wir haben die Null gehalten, das war wichtig“, sagte Thomas Wagner, der im defensiven Mittelfeld der auffälligste Dresdner war.

Am nächsten Wochenende kann Dynamo in Braunschweig den direkten Abstieg vermeiden. Vier Punkte trennen die Sachsen von der Eintracht. „Das wird noch mal ein ekliges Spiel“, sagte Hannover-Leihgabe Jonas Sterner.

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