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Unioner Wahnsinn beim HSV sorgt für Pokal-Premiere

Unions Fußballerinnen erreichen erstmals das Viertelfinale im Pokal. Wie in der Liga gab es gegen den Hamburger SV erneut ein Spektakel.

Von dpa

01.11.2026

Siegtorschützin für den 1. FC Union: Nele Bauereisen traf im DFB-Pokal zum 3:2 und zum 4:3 beim Hamburger SV. (Archivbild)Soeren Stache/dpa

Siegtorschützin für den 1. FC Union: Nele Bauereisen traf im DFB-Pokal zum 3:2 und zum 4:3 beim Hamburger SV. (Archivbild)Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

Berlin (dpa/bb) - Die Frauen des 1. FC Union Berlin haben nach einer weiteren spektakulären Partie beim Hamburger SV Vereinsgeschichte geschrieben. „Wir sind sehr glücklich, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Die Begegnung hatte wieder sehr viele Highlights, und der HSV hat ebenfalls sehr gut gespielt“, sagte Union-Trainerin Marie-Louise Eta nach dem 4:3 nach Verlängerung, der den erstmaligen Einzug in das Viertelfinale des DFB-Pokals bedeutete. „Es war eine unfassbare Teamleistung, die Mädels haben alles auf dem Platz gelassen, und deshalb konnten wir weiterkommen. Darum geht es am Ende im Pokal.“

Früh mit 0:2 im Rückstand

Bereits vor einer Woche hatten sich beide Teams in der Bundesliga mit 4:4 getrennt, wobei Union einem 0:2, 1:3- und 3:4-Rückstand hinterherrennen musste. Im Pokal ging es vor 3.213 Zuschauern erneut wild zu. Der HSV lag nach einer guten halben Stunde durch Treffer von Camilla Linberg (10. Minute) und Paulina Bartz (33.) mit 2:0 in Front.

Union rannte in der Folgezeit mit Macht an und konnten durch Jella Veit (68.), Judit Pujols (72.) und Nele Bauereisen (80.) drehen. Den Hamburger 3:3-Ausgleich durch Lotta Wrede (90.+4) konterten die Berlinerin nach der gelb-roten Karte für Kapitänin Samantha Steuerwald in der 100. Minute erneut durch Bauereisen (113.). 

Gesteigertes Spielniveau

Nach dem Abpfiff rannten die Unionerinnen freudetrunken in Richtung der 300 mitgereisten Fans. „In diesem Spiel war alles dabei. Das Spielniveau hat sich im Vergleich zur letzten Begegnung deutlich gesteigert und es war vielmehr ein Spiel auf Augenhöhe“, sagte Matchwinnerin Bauereisen. „Wir hatten das richtige Mindset und haben nie aufgegeben. Daher konnten wir das Spiel am Ende drehen und auch für uns entscheiden.“        

Das Viertelfinale findet im Frühjahr am 10. oder 11. März statt. Für das Erreichen der Runde der letzten Acht erhält Union eine Prämie in Höhe von 58.711 Euro. In dieser Saison haben die Berlinerinnen somit knapp 103.000 Euro in diesem Wettbewerb eingespielt.

In der Bundesliga geht es für die Union-Damen, die nunmehr seit sechs Pflichtspielen ungeschlagen sind, am kommenden Sonntag (14.00 Uhr) mit einem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim weiter.

 Camilla Linberg vom Hamburger SV (Archivbild).Georg Wendt/dpa

Camilla Linberg vom Hamburger SV (Archivbild).Georg Wendt/dpa

© Georg Wendt/dpa

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