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Torfestival gegen Leipzig: Freiburg bleibt international

Der SC Freiburg startet auch kommende Saison im Europapokal. Ein Doppelschlag ebnet gegen RB den Weg, Abwehrchef Ginter gibt die nächste WM-Bewerbung ab. Nun wartet das größte Spiel der Clubhistorie.

Von Christoph Lother, dpa

16.05.2026

Freiburgs Matthias Ginter (oben) ist seit Wochen in Topform.Philipp von Ditfurth/dpa

Freiburgs Matthias Ginter (oben) ist seit Wochen in Topform.Philipp von Ditfurth/dpa

© Philipp von Ditfurth/dpa

Die Generalprobe für das große Finale wurde zur Gala, die Teilnahme am internationalen Wettbewerb ist gesichert. Der SC Freiburg spielt in der kommenden Saison mindestens in den Playoffs der Conference League. 

Die Badener bezwangen RB Leipzig am 34. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit 4:1 (2:1) und sicherten damit Platz sieben. Gewinnen die Freiburger am Mittwoch auch das Europa-League-Endspiel gegen den englischen Spitzenclub Aston Villa, rücken sie sogar in die Champions League auf.

Leipzig hatte den Einzug in die Königsklasse als Tabellendritter schon sicher. Mit einem Sieg hätten die Sachsen allerdings noch ihren clubinternen Bundesliga-Punkte-Rekord aus der Saison 2016/2017 überbieten können.

Freiburger Doppelschlag

Niklas Beste (24. Minute), Igor Matanovic (26.), Matthias Ginter (47.) und Derry Scherhant (75.) trafen vor 33.600 Zuschauern für Freiburg, Assan Ouedraogo (33.) gelang für RB nur der zwischenzeitliche Anschlusstreffer.

Die Freiburger sind damit bestens gerüstet für das Europapokal-Highlight in Istanbul. Die Partie am Mittwoch wird die bislang größte ihrer Historie. Eine herausragende Saison ist es für die Breisgauer aber schon jetzt.

Brachte den SC gegen Leipzig in Führung: Niklas Beste.Philipp von Ditfurth/dpa

Brachte den SC gegen Leipzig in Führung: Niklas Beste.Philipp von Ditfurth/dpa

© Philipp von Ditfurth/dpa

Ouedraogo trifft sehenswert

Zwei Shootingstars dieser Spielzeit eröffneten die Partie. Für Leipzig vergab der phasenweise wieder sehr auffällige Ivorer Yan Diomande die erste Chance (2.), für Freiburg der junge Schweizer Mittelfeld-Stratege Johan Manzambi (4.).

Dann schlugen die Gastgeber gleich doppelt zu: Zunächst staubte Beste nach einem Lattentreffer von Ginter aus kurzer Distanz zum 1:0 ab, rund zwei Minuten später erhöhte Matanovic nach Manzambi-Flanke per Kopf auf 2:0.

Doch die Leipziger ließen sich nicht hängen. Ouedraogo brachte RB mit einem sehenswerten Flachschuss ins rechte Eck wieder heran. Bis zur Pause spielten fast nur noch die Sachsen, der SC rettete seine Führung aber in die Kabine.

Höfler bei Auswechslung gefeiert

Nach dem Seitenwechsel zunächst ein verändertes Bild: Freiburg stürmte, RB verteidigte. Ginter traf aus wenigen Metern zum 3:1 und unterstrich einmal mehr seine Topform. Der Abwehrchef des SC hofft weiter auf einen Platz im deutschen Kader für die WM in den USA, Kanada und Mexiko im Sommer.

Großen Applaus von den Freiburger Fans gab es auch nach einer Stunde: Routinier Nicolas Höfler, der nach der Saison seine Karriere beendet, wurde in seinem 293. und letzten Bundesliga-Spiel ausgewechselt. Trainer Julia Schuster umarmte ihn an der Seitenlinie, die Zuschauer feierten ihn mit Sprechchören.

Und die Party-Stimmung hielt an. Von RB kam nicht mehr viel. Stattdessen erhöhte Scherhant infolge eines Ballverlusts von Diomande sogar noch auf 4:1.

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