Tarifverhandlungen in sächsischer Metallbranche beginnen
Steigende Preise für Einkäufe, Miete und Tanken: Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Entgelt für Sachsens Metallbeschäftigte. Was die Gewerkschaft außerdem auf den Verhandlungstisch legt.
Vor dem Verhandlungsbeginn ruft die IG Metall die Beschäftigten der Region zu einer Kundgebung auf. (Symbolbild)Matthias Bein/dpa
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In Sachsen beginnt die Tarifrunde für rund 155.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie. Die Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband VSME beginnen um 10 Uhr in einem Hotel in Chemnitz. Die Gewerkschaft IG Metall hat die Beschäftigten in der Region ab 8 Uhr zu einer Kundgebung vor dem Verhandlungslokal aufgerufen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
IG Metall fordert spürbare Entgelterhöhung
Der IG Metall-Bezirksleiter Jan Otto sagte vorab, es gehe darum, die Kaufkraft der Beschäftigten zu erhalten und die Lasten des Umbruchs fair zu verteilen. „Die Beschäftigten erwarten eine spürbare Entgelterhöhung“, betonte er laut einer Mitteilung. Das könnten sich die Betriebe auch leisten.
Otto verwies auf die steigenden Preise, die täglich beim Einkaufen, der Miete und Tanken spürbar sein. Auch die wirtschaftliche Lage sei ein Argument gegen Lohnzurückhaltung. Eine Befragung in Betrieben habe ergeben, dass es trotz Herausforderungen bei einzelnen Unternehmen der Mehrheit in der Metall- und Elektroindustrie gut bis sehr gut gehe.
5 Prozent Lohnerhöhung gefordert
Die IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen fordert 5 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate. Zudem will die Gewerkschaft in den Verhandlungen über die Absicherung der Arbeitsplätze und Standorte sprechen. Eine Gewinnbeteiligung für Beschäftigte und Auszubildende sowie eine soziale Komponente zur Besserstellung unterer Entgeltgruppen sollen ebenfalls thematisiert werden.