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Stade sperrt Gebäude wegen „menschenunwürdiger“ Zustände

Schwarzer Schimmel an den Wänden, kein fließendes Wasser und keine Heizung: Ein Wohngebäude in Stade ist in einem desolaten Zustand. Nun greift die Stadt durch. Was das für die Bewohner bedeutet.

Von dpa

08.09.2026

Ohne Heizung und fließendes Wasser erklärte die Stadt Stade das Wohngebäude für unbewohnbar. (Symbolbild)picture-alliance/ dpa

Ohne Heizung und fließendes Wasser erklärte die Stadt Stade das Wohngebäude für unbewohnbar. (Symbolbild)picture-alliance/ dpa

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Wegen „menschenunwürdiger Wohnverhältnisse“ hat die Stadtverwaltung in Stade ein Gebäude ohne fließendes Wasser und Heizungen für unbewohnbar erklärt. Das Mehrfamilienhaus im Altländer Viertel sei im Beisein der Polizei von der Bauaufsicht abgesperrt worden, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Bewohnerinnen und Bewohner, die noch in dem Gebäude wohnten, kamen in einer städtischen Obdachlosenunterkunft unter. 

Eine Bewohnerin hatte die Stadt angesichts der desolaten Zustände in dem Haus und in ihrer Wohnung gebeten, sie in einer Obdachlosenunterkunft unterzubringen. Daraufhin besuchten Mitarbeiter der Stadt die Frau Ende August. „In der Wohnung selbst war schwarzer Schimmel zu sehen, ein beißender Geruch lag in der Luft, fließendes Wasser war nicht vorhanden“, teilte die Stadtverwaltung mit. 

Die Bewohnerin berichtete demnach, Bad und Toilette bei Bekannten in der Nachbarschaft zu nutzen. In zwei weiteren Wohnungen, die die Stadtmitarbeiter besuchten, sollen die Zustände ähnlich gewesen sein. 

„Aufgrund des gesundheitsgefährdenden Zustands und der menschenunwürdigen Wohnverhältnisse - ohne Wasser- und Heizungsversorgung - haben wir entschieden, die Nutzung des Gebäudes zu untersagen und es für unbewohnbar zu erklären“, sagte Carsten Brokelmann, Stadtrat in der niedersächsischen Kommune. Die Stadt will nun mit dem Landkreis und der Polizei ein Konzept entwickeln, um Wohnraummissbrauch aufzudecken.

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