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Später Ausgleich rettet Leverkusen Punkt gegen Mainz

Mainz schockt Leverkusen mit einem schnellen Konter und der Führung, doch Quansah rettet spät das Remis. Den Punktgewinn überschattet die Verletzung von Bayer-Verteidiger Arthur.

Von Jana Glose, dpa

28.02.2026

Leverkusens Jarell Quansah jubelt über den Ausgleich. Marius Becker/dpa

Leverkusens Jarell Quansah jubelt über den Ausgleich. Marius Becker/dpa

© Marius Becker/dpa

Mit einem späten Treffer hat sich Bayer Leverkusen immerhin einen Punkt gegen den abstiegsbedrohten FSV Mainz 05 gesichert, aber erneut Punkte liegen lassen. Vier Tage nach dem Einzug ins Achtelfinale der Champions League kam das Team von Trainer Kasper Hjulmand gegen die Rheinhessen nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Schwerer als das Remis wog beim Vizemeister aber die Verletzung von Arthur. 

Vor 30.210 Zuschauern im ausverkauften Leverkusener Stadion erzielte Sheraldo Becker (67. Minute) die Führung für die Gäste, ehe Jarell Quansah (88.) für den Leverkusener Ausgleich sorgte. 

Hjulmand gegen Ex-Arbeitgeber, Mainz ohne Amiri 

In seinem 21. Bundesliga-Spiel als Bayer-Trainer – genauso oft saß er 2014/15 auf der FSV-Trainerbank – ließ Hjulmand Aleix Garcia erstmals seit September auf der Bank. Bei Mainz fehlte kurzfristig Toptorjäger und Ex-Bayer-Profi Nadiem Amiri mit einer Fersenverletzung, Danny da Costa saß erstmals unter Urs Fischer auf der Bank. Kapitän Silvan Widmer kehrte indes nach Gelb-Sperre zurück und Becker feierte sein Startelf-Debüt - und traf ins Tor. 

Zur Feier der Gründung des ersten Leverkusener Fanclubs vor 50 Jahren in weißen Sondertrikots spielend, tat sich die Werkself ein wenig schwer, ins Spiel zu finden. Der tief stehende FSV ließ kaum Räume zu und wirkte nach Ballgewinnen zunächst gefährlicher. Paul Nebel sorgte aus spitzem Winkel für den ersten guten Abschluss der Partie (18.), den Janis Blaswich aber nach vorn abwehren konnte.

Verletzung überschattet ereignislose Halbzeit 

Insgesamt blieb die Partie überaus zäh. Auf beiden Seiten fehlte es an Passgenauigkeit und auch dem letzten Zug zum Tor. Leverkusen suchte über viel Ballbesitz die Kontrolle und drängte zunehmend in die Mainzer Hälfte, die aber eng und konzentriert verteidigt wurde. Ein harmloser Kopfball von Patrik Schick (37.) landete sicher in den Armen von Daniel Batz. Im Strafraum agierte Bayer zu zögerlich und unpräzise oder blieb in der Defensive hängen.

Kurz vor der Pause reklamierte der Vizemeister nach einem Handspiel im Strafraum Elfmeter, doch der Schiedsrichter entschied nach VAR-Check auf Abseits in der Entstehung der Szene. Die weitgehend ereignislose erste Hälfte überschattete dann eine möglicherweise schwere Verletzung: Bayer-Verteidiger Arthur blieb im Mittelfeld unglücklich im Rasen hängen und verdreht sich das linke Knie. Unter Applaus wurde der Brasilianer mit Tränen vom Platz getragen. 

Leverkusens Arthur verletze sich und musste mit Tränen vom Platz getragen werden. Marius Becker/dpa

Leverkusens Arthur verletze sich und musste mit Tränen vom Platz getragen werden. Marius Becker/dpa

© Marius Becker/dpa

Schneller Konter bringt den Mainzer-Treffer 

Nachdem Leverkusen die erste Halbzeit zu zehnt beendet hatte, kam Axel Tape nach der Pause in die Partie. Bayer lief nach dem Seitenwechsel deutlich höher und aggressiver an, doch Mainz hielt mit einer extrem sicheren Defensive weiterhin gut dagegen. Nach keinem einzigen Abschluss in Durchgang zwei reagierte Hjulmand und brachte Martin Terrier und Ibrahim Maza, die bereits kurz darauf Schick in Szene setzen, der aber wieder an Batz (63.) scheiterte.

Dann wurde Leverkusen ein schneller Konter zum Verhängnis: Nach einer schwachen Ecke der Gastgeber schlug Keeper Batz den Ball weit heraus, mit dem Nebel den frei stehenden Becker bediente. Der Angreifer traf frei stehend volley aus 15 Metern unhaltbar ins Tor.

Mit der Führung im Rücken stand Mainz defensiv weiterhin gut. Doch Quansah fand nach Querpass von Christian Kofane doch noch eine Lücke zum Ausgleich.

Leverkusens Jonas Hofmann im Duell mit dem Mainzer Stefan Posch. Marius Becker/dpa

Leverkusens Jonas Hofmann im Duell mit dem Mainzer Stefan Posch. Marius Becker/dpa

© Marius Becker/dpa

Mainz jubelt über das Tor zum 1:0. Marius Becker/dpa

Mainz jubelt über das Tor zum 1:0. Marius Becker/dpa

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