Siegmund kommt mit „Linke Tränen“-Tasse ins Plenum
Der neue Landtag von Sachsen-Anhalt ist erstmals zusammengekommen – und Wahlsieger Ulrich Siegmund wagt einen Gag: mit einer Tasse.
Der Spruch „Linke Tränen“ ist verbreitet in konservativen und rechten Kreisen. Jan Woitas/dpa pool/dpa
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Zur ersten Sitzung des neuen Landtags in Sachsen-Anhalt ist AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund mit einer Tasse mit dem Aufdruck „Linke Tränen“ erschienen. Seine Partei, vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft, hatte die Wahl vor einem Monat mit fast 44 Prozent der Stimmen mit großem Vorsprung gewonnen.
Der Spruch „Linke Tränen“ ist verbreitet in konservativen und rechten Kreisen. Damit wird die angebliche Wehleidigkeit des politischen Gegners aus dem linken Spektrum spöttisch zum Thema gemacht. Auf der Tasse finden sich auch die ineinander verschlungenen Buchstaben U und S - vermutlich die Initialen Siegmunds.
Nach ihrem Wahlsieg hat die AfD 39 Sitze und damit ebenso viel wie CDU, SPD, Linke und Grüne zusammen.
Auf der Tagesordnung des Parlaments steht die Wahl des Parlamentspräsidenten. Die AfD will künftig den protokollarisch ranghöchsten Politiker des Landes stellen und schlägt den langjährigen Abgeordneten Tobias Rausch dafür vor. Sollte er gewählt werden, wäre er der erste Landtagspräsident der AfD in Deutschland. Siegmund hat angekündigt, sich im Dezember als Ministerpräsident zur Wahl zu stellen.
„Linke Tränen“ steht gut sichtbar auf der Tasse des AfD-Politikers. Jan Woitas/dpa pool/dpa
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