Sieg gegen Essen: Rostock hält Aufstiegshoffnung am Leben
Hansa Rostock erlebt ein Wechselbad der Gefühle: Eigentor der Gäste, Zwei-Tore-Führung, dann zittern – und am Ende entscheidet ein Elfmeter das Spiel. Was das für die Aufstiegschancen bedeutet.
Benjamin Uphoff und Hansa Rostock hatten Rot-Weiss Essen zu Gast. (Archivbild)Christoph Reichwein/dpa
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Drittligist Hansa Rostock hat seine Resthoffnung auf eine Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga erhalten. Im Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen gab es für die Mecklenburger nach zuvor vier sieglosen Spielen in Serie einen 3:2 (1:0)-Erfolg.
Ein Eigentor des Esseners Michael Schultz (41. Minute) sowie Andreas Voglsammer (61.) sorgten für eine scheinbar komfortable Hansa-Führung. Dickson Abiama (63.) und José-Enrique Alonso (82.) glichen die Partie wieder aus. Rostock behielt das bessere Ende aber für sich. Nach einem Handspiel von Michael Kostka verwandelte Emil Holten den fälligen Strafstoß (86.).
Die nun folgende Englische Woche hat für Rostock zwei Auswärtsspiele parat. Am Mittwoch geht es zum abstiegsbedrohten TSV Havelse, am nächsten Samstag zu Spitzenclub Energie Cottbus.
Risikospiel verlief aus Sicht der Polizei ruhig
Aus Sicht der Polizei verlief die Begegnung, die zuvor als Risikospiel eingestuft worden war, ruhig. Bei der Anreise der Rot-Weiss-Fans war es beim Umsteigen auf dem Bahnhof Bad Kleinen (Kreis Nordwestmecklenburg) zu Störaktionen und Überprüfungen gekommen. Dabei wurde festgestellt, dass gegen einen 39 Jahre alten Mann ein Haftbefehl vorlag. Die weitere Anreise der etwa 1.000 Gästefans verlief ohne nennenswerte Vorkommnisse.
Im Oktober 2024 war ein Sonderzug mit Essener Fans auf dem Weg nach Rostock von etwa 200 vermummten Personen überfallen worden. Die Täter wurden damals der Szene des FC Hansa zugeordnet.