Shamonda-Virus erstmals bei Rindern in Sachsen nachgewiesen
Milchrückgang, Fieber, Durchfall: Das Shamonda-Virus sorgt für Alarm bei sächsischen Rinderhaltern. Wie die Behörden jetzt reagieren und was Tierärzte empfehlen.
Shamonda-Virus erstmals bei Rindern in Sachsen nachgewiesen. (Symbolbild)Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
© Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
In Sachsen ist erstmals das Shamonda-Virus bei Rindern nachgewiesen worden. Das Virus sei bei einem Rind im Vogtland sowie bei einem Rinderbestand im Erzgebirge festgestellt worden, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.
Die Veterinärbehörden stünden mit denen von Bund und Ländern in engem Kontakt und analysierten die Lage, erklärte die zuständige Ministerin Petra Köpping. „Wichtig sind die regelmäßige Kontrolle der Rinderbestände und ein möglichst effektiver Mückenschutz in den Ställen“, erläuterte die SPD-Politikerin.
Das Virus bewirkt bei Milchkühen den Angaben zufolge einen deutlichen Milchrückgang und Fieber. In vielen Beständen kommt außerdem Durchfall dazu. Das Virus wird durch Stechmücken (Gnitzen) übertragen und breitet sich sehr schnell in den Beständen aus. Es ist noch nicht klar, ob und inwieweit längerfristige Schäden durch das Virus zu erwarten sind, wie es weiter hieß. Die Symptome lassen sich tierärztlich gut behandeln. Die Tiere genesen nach zwei bis drei Wochen. Eine Impfung existiert bisher nicht.