„Sehr wildes Spiel“: Heidenheim vorn hui, hinten pfui
Vier Tore, drei Gegentore: Bundesliga-Absteiger Heidenheim liefert ein Spektakel zum Zweitliga-Auftakt gegen Osnabrück. Torjäger Siwsiwadse sagt, was für ihn persönlich wichtig ist.
Trifft nun wieder in der 2. Liga: der frühere Karlsruher Budu Siwsiwadse.Jan-Philipp Strobel/dpa
© Jan-Philipp Strobel/dpa
Nach dem Sieben-Tore-Spektakel wagte Frank Schmidt eine vorsichtige Prognose. „Wir können nicht jede Woche mutmaßlich vier Tore schießen, um Spiele zu gewinnen. Deswegen sind wir froh, dass wir am ersten Spieltag die ersten drei Punkte haben“, sagte der Heidenheimer Trainer nach dem 4:3 (3:2) gegen Aufsteiger VfL Osnabrück zum Auftakt der Saison in der 2. Fußball-Bundesliga. „Es war ein Spiel, das man vielleicht nicht unbedingt erwarten konnte.“
In der unterhaltsamen Partie trafen vor 15.000 Zuschauern Budu Siwsiwadse (10. Minute), Marcel Costly (29.), Jan Schöppner (45.+2) und Marvin Pieringer (89.) für den Bundesliga-Absteiger. Die Niedersachsen glichen dank Niklas Wiemann (23.) und David Kopacz (34.) vor der Pause zweimal aus. Den dritten Treffer steuerte Robin Meißner (90.+2) per Handelfmeter bei. „Es war ein sehr wildes Spiel“, fand Torschütze Schöppner.
„Es gibt natürlich noch einiges zu verbessern“, bekannte der Heidenheimer Kapitän Patrick Mainka „Aber mehr als drei Punkte gab es nicht zu holen, und das haben wir geschafft.“ Hauptsache gewonnen, meinte auch Torjäger Siwsiwadse, stellte aber ebenfalls fest: „Wir hatten einige Probleme und müssen uns in bestimmten Bereichen noch verbessern, vor allem in der Defensive. Drei Gegentore sind für uns definitiv zu viel.“
26. Zweitliga-Treffer für Siwsiwadse: „Besonders wichtig“
Offensiv sah es auch dank des ehemaligen Karlsruhers gut aus. Heidenheim begann stürmisch, erspielte sich sofort Chancen und ging früh durch Siwsiwadse in Führung. Sechs Minuten später wurde ein weiterer Treffer des Torjägers wegen Abseits aberkannt. „Für einen Stürmer ist es natürlich wichtig, Tore zu schießen, und für mich persönlich war es besonders wichtig: erstes Spiel, erstes Tor“, sagte Siwsiwadse über seinen insgesamt 26. Zweitliga-Treffer.
In die muntere Partie brachten die Gastgeber selbst nach der 4:2-Führung aber nie Ruhe hinein. „Wir waren sehr gefordert, vor allem durch unsere eigenen Fehler, und das wurde auch direkt bestraft“, bekannte Schöppner.