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Schwesig startet Wahlkampftour in MV - Streit um Plakate

Der Landtagswahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern gewinnt buchstäblich an Fahrt. Die Kandidaten touren durchs Land - und das Aufhängen von Wahlplakaten hat schon den ersten Streit provoziert.

Von dpa

10.08.2026

Ministerpräsidentin Schwesig bei ihrem ersten Wahlkampfauftritt im Gespräch mit Mitarbeitern eines Wohnmobilverkäufers in Kremmin.Jens Büttner/dpa

Ministerpräsidentin Schwesig bei ihrem ersten Wahlkampfauftritt im Gespräch mit Mitarbeitern eines Wohnmobilverkäufers in Kremmin.Jens Büttner/dpa

© Jens Büttner/dpa

Mit dem Besuch bei einem Wohnmobilhändler hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ihre Wahlkampftour durch Mecklenburg-Vorpommern begonnen. Der erste Auftritt führte die SPD-Politikerin zu dem Händler in Kremmin, wo sie laut Pressemitteilung an „einer gemeinsamen Mittagspause mit der Belegschaft und den Kunden am Grill“ teilnahm. 

Der Termin sei so gewählt worden, „weil der Fokus der Kampagne auf starker Wirtschaft und guter Arbeit liegt“, begründete Schwesigs Sprecherin Lilly Blaudszun. Das Unternehmen sei eine schöne Erfolgsgeschichte für das Tourismusland. Der Wahlkampf der SPD ist stark auf Schwesig zugeschnitten, so dass die Ministerpräsidentin in den kommenden Wochen eine Reihe von Auftritten im Land plant. 

AfD-Plakate vor gesetzlich festgelegter Frist angebracht?

Derweil haben die Parteien am Wochenende auch schon großflächig mit der Plakatierung begonnen. Der SPD-Politiker Erik von Malottki warf der AfD dabei Rechtsbruch vor. Die Partei habe in Neubrandenburg bereits vor der gesetzlich festgelegten Frist ihre Plakate angebracht. Damit wolle sie den Eindruck erzeugen, dass es nur sie gebe, sagte er bei Instagram.

Der AfD-Landesvorsitzende Leif-Erik Holm konterte: „In Schwerin hingen die Schwesig-Plakate schon am Freitagnachmittag um halb vier an den Laternen.“ Malottki solle die Kirche im Dorf lassen. „Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen schmeißen.“

In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September ein neuer Landtag gewählt. Bei einer Anfang Juli veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des Norddeutschen Rundfunks (NDR) war die AfD mit 36 Prozent deutlich stärkste Kraft. Die SPD folgt dort mit 29 Prozent. 

Schwesig setzt darauf, mit einer ausgedehnten Wahlkampftour den Rückstand aufzuholen. In der Umfrage folgten dann die Linke mit 12 Prozent, die CDU mit 9 Prozent und die Grünen mit 5 Prozent.

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