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Schäden durch Besetzung 2025 deutlich teurer als gedacht

Im April 2025 hatten propalästinensische Aktivisten einen denkmalgeschützten Hörsaal der HU besetzt. Die Schäden, die sie anrichteten, sind deutlich teurer als bisher angenommen.

Von dpa

28.10.2026

Der denkmalgeschützte Emil-Fischer-Saal war am 16. April 2025 besetzt und regelrecht verwüstet worden (Archivbild).Soeren Stache/dpa

Der denkmalgeschützte Emil-Fischer-Saal war am 16. April 2025 besetzt und regelrecht verwüstet worden (Archivbild).Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

Die Sanierungskosten nach den Zerstörungen eines Hörsaals der Humboldt-Universität (HU) 2025 durch propalästinensische Aktivisten sind deutlich höher als bisher angenommen. Sie belaufen sich auf etwa 250.000 Euro, wie aus einer Antwort auf eine Schriftliche Anfrage des Grünen-Abgeordneten Andreas Otto hervorgeht. Erste Schätzungen waren von 60.000 bis 100.000 Euro Sachschaden ausgegangen. Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ berichtet. 

Der denkmalgeschützte Emil-Fischer-Saal war am 16. April 2025 besetzt und regelrecht verwüstet worden. Im Hörsaal und Treppenhaus stapelten sich herausgerissene Holzbänke. Fenster, Wände und Holzvertäfelungen wurden beschmiert - unter anderem mit dem Hamas-Dreieck und Schriftzügen wie „Free Gaza“ oder „Zionisten sind Faschisten“. 

Nach Angaben der HU mussten allein für die Aufarbeitung und Instandsetzung der Stühle sowie die teilweise Erneuerung der Bodenverankerung 170.000 Euro investiert werden (Archivbild). Soeren Stache/dpa

Nach Angaben der HU mussten allein für die Aufarbeitung und Instandsetzung der Stühle sowie die teilweise Erneuerung der Bodenverankerung 170.000 Euro investiert werden (Archivbild). Soeren Stache/dpa

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Nach Angaben der HU mussten allein für die Aufarbeitung und Instandsetzung der Stühle sowie die teilweise Erneuerung der Bodenverankerung 170.000 Euro investiert werden. Ein irreparabler Schaden an der historischen Substanz sei nicht entstanden, hieß es der HU zufolge. 

Ermittlungen gegen 88 namentlich Bekannte

Die Polizei hatte nach der Besetzung des Hörsaals 100 Strafermittlungsverfahren eingeleitet. Nach derzeitigem Stand richten sich die Ermittlungen gegen 88 namentlich bekannte Beschuldigte, heißt es in der Antwort auf die Schriftliche Anfrage weiter. Bisher habe die Berliner Polizei 95 Einzelvorgänge an die Staatsanwaltschaft übersandt. Die Ermittlungen dauern demnach an. 

Seit dem Terrorangriff der islamistischen Hamas auf Israel ist es immer wieder zu Protestaktionen oder Schmierereien durch propalästinensische Aktivisten an Berliner Hochschulen gekommen.