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RKI schätzt Zahl der Hitzetoten in Hessen auf etwa 2.190

In Hessen sind bis Mitte August nach RKI-Schätzungen deutlich mehr als 2.000 Menschen an den Folgen von Hitze gestorben – deutlich mehr als in jedem Gesamtjahr seit 2016.

Von dpa

27.08.2026

Die Zahl der erwarteten Hitzetoten steigt in Hessen auf mehr als 2.000. (Symbolbild) Hannes P. Albert/dpa

Die Zahl der erwarteten Hitzetoten steigt in Hessen auf mehr als 2.000. (Symbolbild) Hannes P. Albert/dpa

© Hannes P. Albert/dpa

In diesem Jahr sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) in Hessen bereits etwa 2.190 Menschen wegen Hitze gestorben. Die Zahl umfasst hitzebedingte Sterbefälle bis Mitte August, wie aus dem aktuellen RKI-Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität hervorgeht. Das sind deutlich mehr als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. 

Die meisten Hitzetoten in den vergangenen zehn Jahren hatte es bisher 2018 gegeben - damals waren es in Hessen im gesamten Jahr etwa 1.160. Im laufenden Jahr kommen den Schätzungen zufolge im Bundesland 34,9 hitzebedingte Todesfälle auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Im vergangenen Jahr waren es 5,4. 

Zahlen werden jeden Monat neu berechnet

Die Angaben, auch zu den vergangenen Jahren, variieren im Vergleich zu den RKI-Angaben im vorigen Wochenbericht. Laut Sprecherin liegt das daran, dass die Schätzungen jeden Monat neu berechnet werden - auch jene für die vergangenen Jahre. „Auch das Modell wird weiterentwickelt, daher kommen nicht zwingend die exakt gleichen Zahlen raus“, erklärte sie.

Die Schätzung des RKI basiert unter anderem auf dem Monitoring der Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes und Daten des Deutschen Wetterdienstes und reicht für das laufende Jahr bis zum 16. August. Die Spanne der Schätzungen ist hoch: Je nach Berechnung kommen die Statistikerinnen und Statistiker des RKI für Hessen minimal auf 1.780 oder maximal auf 2.610 hitzebedingte Sterbefälle, die es bisher in diesem Jahr gab. 

Potenziell mehr als 15.000 Sterbefälle in Deutschland

Hitzeperioden haben deutschlandweit in diesem Jahr nach Schätzungen des RKI zu rund 15.800 Sterbefällen geführt. Damit sind bisher in diesem Jahr auch bundesweit deutlich mehr Menschen infolge von Hitze gestorben als sonst in ganzen Jahren. Besonders betroffen sind ältere Menschen. 

Von den geschätzten 15.800 hitzebedingten Sterbefällen seien 9.600 auf die besonders heiße 26. Kalenderwoche Ende Juni und etwa 4.000 Sterbefälle auf die Hitze in den Wochen 31 bis 33 von Ende Juli bis Mitte August zurückzuführen, teilt das RKI mit.