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Polizei registriert mehr Schusswaffengebrauch in Berlin

Schüsse auf eine Bar, eine Hausfassade und ein Café: In Berlin häufen sich Fälle mit Schusswaffen. So viele Delikte registrierte die Polizei im ersten Halbjahr.

Von dpa

25.10.2026

In Berlin registriert die Polizei mehr Delikte mit Schusswaffen als im Vorjahreszeitraum. (Symbolbild)Jens Kalaene/dpa

In Berlin registriert die Polizei mehr Delikte mit Schusswaffen als im Vorjahreszeitraum. (Symbolbild)Jens Kalaene/dpa

© Jens Kalaene/dpa

Im ersten Halbjahr 2026 hat die Berliner Polizei einem Medienbericht zufolge insgesamt 585 Delikte mit Schusswaffengebrauch registriert. Darunter seien 324 Bedrohungen und 261 Schussabgaben, berichtete die „Welt am Sonntag“. Die Polizei bestätigte die Zahlen. 

Im Vorjahreszeitraum waren es laut „Welt am Sonntag“ 561 Fälle. Die Statistik umfasst auch Schreckschusswaffen, Reizstoffwaffen und Signalwaffen. Insgesamt seien im ersten Halbjahr 2026 65 Mal Schüsse einer scharfen Schusswaffe abgegeben worden. In 62 Fällen gehe die Polizei von Straftaten aus, heißt es im Bericht. 118 Personen seien als Geschädigte erfasst worden, darunter 2 Tote. 

Die Spezialeinheit „Ferrum“ der Berliner Polizei leitete seit ihrer Gründung 708 Ermittlungsverfahren ein, erwirkte 77 Haftbefehle und stellte 73 scharfe Schusswaffen sicher. Die im November 2025 gegründete Einheit geht gezielt gegen Schusswaffengebrauch im Bereich der organisierten Kriminalität vor. Bei der Berliner Staatsanwaltschaft ist die Ermittlungsgruppe „Telum“ (lateinisch für „Angriffswaffe“) für die Verfahren zuständig. 

Erst am Samstagmorgen war auf eine Bar in Charlottenburg-Wilmersdorf geschossen worden. Während sich Menschen in der Bar befanden, wurden mehrere Schüsse auf die Fensterfront abgegeben. Verletzt wurde dabei niemand. „Ferrum“ ermittelt unter anderem auch wegen einer Explosion am Stuttgarter Platz vor knapp zwei Wochen und Schüssen, die in Neukölln auf eine Hausfassade und ein Café abgegeben wurden.