Nürnberg und Wolfsburg hadern nach wildem 4:4-Remis
Ein packendes 4:4 zwischen Nürnberg und Wolfsburg sorgt für gemischte Gefühle. Beide Teams hadern nach wechselnden Führungen und einem späten Ausgleich in der Nachspielzeit.
Die Nürnberger ärgern sich über den späten Ausgleich durch Wolfsburg.Daniel Karmann/dpa
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Das verrückte 4:4-Unentschieden im Zweitliga-Topspiel hat weder den 1. FC Nürnberg noch den VfL Wolfsburg glücklich gemacht. Es sei „insgesamt ernüchternd“, wenn man in der Nachspielzeit in Führung geht, dann aber doch noch den Ausgleich kassiert, sagte FCN-Stürmer und Doppelpacker Piet Scobel bei Sky. „Deswegen ist man erstmal ein bisschen enttäuscht.“
Die Franken verpassten durch das Remis den Sprung an die Tabellenspitze - bleiben aber immerhin auf Rang zwei hinter Hertha BSC und ungeschlagen. Nach sieben Spielen steht Nürnberg darüber hinaus bei schon 20 Toren - das war dem „Club“ in seiner Historie im Profifußball noch nie gelungen.
Klose: „Fantastisches Spiel“ - nur nicht für Trainer
An einem wilden Fußball-Abend mit den Zwischenständen 0:2, 3:2, 3:3, 4:3 und 4:4 hatten beide Teams jeweils Phasen, die sie als klare Anwärter für den Aufstieg auswiesen - und Phasen mit noch erheblichen Defiziten. Von einer „Achterbahnfahrt der Emotionen“ spracht der formstarke Angreifer Piet Scobel. „Für die Zuschauer war es ein fantastisches Spiel“, meinte Nürnberg-Coach Miroslav Klose, „für unsere Nerven auf der Trainerseite nicht so.“
VfL-Trainer Strobl hat Redebedarf nach dieser Partie.Daniel Karmann/dpa
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Sein Gegenüber Tobias Strobl meinte: „Am Ende fühlt es sich weder so an, als hätten wir einen Punkt gewonnen, noch so, als hätten wir zwei Punkte liegen lassen.“ Der Bundesliga-Absteiger aus Niedersachsen ärgerte sich vor allem darüber, nach einer extrem dominanten ersten Halbzeit so eingeknickt zu sein.
Wolfsburg beklagt wiederholtes Einknicken
„Wir haben die Zweikämpfe nicht mehr gewonnen. Wir hatten nicht mehr diese Bereitschaft und uns ein bisschen zu sehr auf unsere Qualität verlassen“, sagte Kapitän Hauke Wahl. „Das sind Dinge, die schon wiederholt passiert sind und die wir schleunigst abstellen müssen.“ Coach Strobl kündigte an: „Wir müssen intern darüber reden, warum wir in der zweiten Halbzeit nicht genauso scharf sind wie in der ersten Halbzeit.“
Wahl (12. Minute) und Muhammed Damar (29.) hatten überlegene Wolfsburger in Führung gebracht. Scobel mit einem Doppelpack (52./59.) sowie Mohamed Ali Zoma (63.) drehten das Match für den FCN. In einem denkwürdigen Finale überschlugen sich die Ereignisse: Zuerst glich Alessio Besio aus (90.+1), dann gelang Giannis Masouras die erneute Nürnberg-Führung (90.+6). Top-Joker Besio mit seinem zweiten Treffer sorgte für den Schlusspunkt (90.+9).