Niroomand kritisiert Ligacup: „Keine gute Außendarstellung“
Die BR Volleys sichern sich beim Ligacup den ersten Titel der Saison. Doch eines ärgert die Berliner.
Volleys-Geschäftsführer Kaweh Niroomand kritisiert das Ligacup-Format und die Weltverband-Vorgaben. (Archivbild)Andreas Gora/dpa
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Der Ligacup hat bei Volleyball-Meister BR Volleys trotz des ersten Titelgewinns der Saison auch für Frust gesorgt. „Das Format muss man ändern und verbessern. Das würde keine andere Sportart so machen. Das ist keine gute Außendarstellung für den Volleyball“, kritisierte Geschäftsführer Kaweh Niroomand den Modus.
Besonders der zeitliche Ablauf sorgte für Ärger. Da alle Partien in einer Halle ausgetragen wurden, mussten sie nacheinander absolviert werden. Und offenbar waren die Spiele zu eng getaktet. Denn viele Duelle fanden deutlich später statt als angekündigt. So startete das Finale erst mit fast zweistündiger Verspätung. Angekündigt wurden diese Änderungen erst sehr kurzfristig.
Die Volleys gewannen den Ligacup mit 3:2 nach Sätzen gegen die Grizzlys Giesen am Sonntag zum fünften Mal in Serie und betonten den sportlichen Wert des Turniers in Hildesheim. Drei Spiele in drei Tagen waren für Berlins neuen Trainer Andrea Anastasi aber ebenfalls gewöhnungsbedürftig. „Das war einfach zu viel und macht für mich keinen Sinn“, sagte der Trainer.
Vollgestopfter Spielplan durch Weltverband-Vorgaben
Noch größere Kritik übte Volleys-Chef Niroomand aber am Volleyball-Weltverband (FIVB). „Das ist ein Unding, dass die Bundesliga Ende Oktober anfängt, dafür aber im Mai als Erster aufhören muss. Und alles nur, weil sie den ganzen Kalender mit Turnieren vollstopfen“, sagte Niroomand. Vier Monate waren die BR Volleys in diesem Jahr ohne Spiele. Entschädigt werden die Vereine dafür nicht. „Wir leiden darunter, dass der Weltverband keinen Spielplan erlaubt, wo auch die Interessen der Vereine berücksichtigt werden“, so Niroomand weiter.
Das hat zur Folge, dass die Berliner häufiger unter der Woche spielen müssen. So auch das Auftaktspiel am Mittwoch gegen die FT 1844 Freiburg (19.00 Uhr/Dyn) und zwei Wochen später gegen den Dauerrivalen VfB Friedrichshafen. Das bedeutet weniger Zuschauer und damit auch weniger Einnahmen. Denn „die Zuschauereinnahmen sind für uns viel wichtiger geworden und ein maßgeblicher finanzieller Faktor“, erklärte Niroomand. Die Situation mit dem Weltverband sei deshalb „aus Sicht der Vereine eine Vollkatastrophe“.