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Nach „Tiefpunkt“: Welches Gesicht zeigt der VfB im Pokal?

In der Champions League überzeugt Stuttgart, in der Bundesliga folgt der nächste Rückschlag. Gegen Paderborn wartet nun ein Duell auf Augenhöhe – und eine Frage an jeden VfB-Profi.

Von Maximilian Wendl, dpa

25.10.2026

In Stuttgart herrscht Gesprächsbedarf.Jan-Philipp Strobel/dpa

In Stuttgart herrscht Gesprächsbedarf.Jan-Philipp Strobel/dpa

© Jan-Philipp Strobel/dpa

Während Deniz Undav mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze genau wie zahlreiche seiner Mitspieler wortlos an den wartenden Reportern vorbeihuschte, fanden Sportvorstand Fabian Wohlgemuth und Trainer Sebastian Hoeneß nach der nächsten Blamage des VfB Stuttgart in der Fußball-Bundesliga deutliche Worte. 

Wohlgemuth sprach nach dem 2:3 gegen das bis dato punktlose Schlusslicht Borussia Mönchengladbach von einem „Tiefpunkt“. Hoeneß meinte, mit einer solchen Leistung „kannst du kein Spiel gewinnen“. Nach sieben Liga-Partien stehen für die Schwaben erst sechs Punkte zu Buche. „Dann bist du weit weg von der Punktzahl, die wir gerne hätten“, sagte der sichtlich bediente Coach.

Enttäuscht vom Auftritt seiner Mannschaft: VfB-Coach Sebastian HoeneßJan-Philipp Strobel/dpa

Enttäuscht vom Auftritt seiner Mannschaft: VfB-Coach Sebastian HoeneßJan-Philipp Strobel/dpa

© Jan-Philipp Strobel/dpa

Wohlgemuth moniert „ganz schön große“ Ausschläge

Im DFB-Pokal-Spiel beim SC Paderborn am Mittwoch (18.00 Uhr/Sky) ist der Druck schon enorm. Das gilt trotz der zuletzt starken Auftritte in der Champions League mit dem 1:1 gegen Atlético Madrid sowie den vorangegangenen Siegen bei Slovan Bratislava (3:0) und gegen Viking Stavanger (3:1). „Die Ausschläge in beide Richtungen sind ganz schön groß“, sagte Wohlgemuth. „Ich glaube, dass es ein Thema ist, dass sich jeder Einzelne fragen muss, bin ich hier ans Limit gegangen, habe ich alles gegeben?“

Das Duell mit den Ostwestfalen könnte abseits des derzeit tristen Bundesliga-Alltags eine willkommene Abwechslung sein. Doch auch beim 2:0 vor zwei Wochen taten sich die Schwaben schwer. Ermedin Demirovic, dessen Doppelpack (5. und 83. Minute) gegen Gladbach nicht ausreichte, warnte vor der Aufgabe. Es könne „gefährlich“ werden, meinte er. Der Torjäger war der einzige VfB-Profi, der sich nach dem nächsten Ausrutscher stellte.

Wohlgemuth, zwischen 2020 und 2022 Sport-Geschäftsführer in Paderborn, sagte: „Es ist ja völlig klar: Es ist ein Bundesligist, gegen den wir spielen. In der Phase ist das dann eine Partie auf Augenhöhe. Wir müssen da mit Respekt antreten, nachdem wir in dieser Woche eine Mannschaft mit zwei Gesichtern gesehen haben.“

„Wir werden unsere Punkte holen“

Statt zumindest vorübergehend in die obere Tabellenhälfte zu springen, gehören die Stuttgarter weiter zum unteren Drittel. „Wir werden schon wieder in die Erfolgsspur kommen“, sagte Demirovic den Journalisten. „Wir werden nach dem letzten Spiel hier stehen und ich werde euch die Antwort geben, dass ich es euch ja gesagt habe. Wir werden unsere Punkte holen.“ 

Traf doppelt: Ermedin Demirovic. Jan-Philipp Strobel/dpa

Traf doppelt: Ermedin Demirovic. Jan-Philipp Strobel/dpa

© Jan-Philipp Strobel/dpa

Auch Wohlgemuth betonte, um den VfB müsse man sich keine Sorgen machen. Die Niederlage gegen Gladbach sei aber schon „ein klares Signal an alle“ gewesen, so der 47 Jahre alte Funktionär. Zumal ein frühes Pokal-Aus des Vorjahresfinalisten die Stimmung in Bad Cannstatt weiter gefährden würde. 

„Es darf aber nicht im Kopf sein, dass wir verletzlich sind“, sagte Demirovic. Von einem möglichen mentalen Problem möchte er nichts wissen. „Ich glaube nicht, dass es der Kopf ist und ich glaube nicht, dass jemand den Gegner unterschätzt hat“, sagte der Angreifer über die Pleite gegen die Borussia. „Es war klar, dass die Gladbacher ihre Momente haben werden.“

Hoeneß bemängelte fehlende Präzision im Passspiel. Zudem gebe es „Spiele, wo du dir zu sicher bist, dass es in deine Richtung läuft“. Nun stellt sich die große Frage, welches Gesicht der VfB in Paderborn zeigen wird.

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