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Nach Schaum im Fluss – Ermittlungen gegen Tankwagenfahrer

Feuerwehr kämpft gegen Schaumberge, die Polizei sucht nach Verantwortlichen: Nach dem Reiniger-Unfall bleibt die Frage, wie es zu dem folgenschweren Auslaufen kommen konnte.

Von dpa

02.04.2026

Bei dem Unfall gelangten große Mengen Schaum in den Fluss.----/SDMG/dpa

Bei dem Unfall gelangten große Mengen Schaum in den Fluss.----/SDMG/dpa

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Nachdem ein Tanklaster bei Bad Ditzenbach (Kreis Göppingen) tonnenweise Reiniger zur Seifenherstellung verloren hatte, wird wegen fahrlässiger Gewässerverunreinigung ermittelt. Im Fokus stehen der 32-jährige Tankwagenfahrer und ein weiterer 30-jähriger Mann, wie die Polizei auf Anfrage mitteilte.

Aus bisher ungeklärter Ursache traten beim Abkoppeln des Schlauches vom Lastwagen aus dem Tank rund 2.000 Liter Tenside aus. Der 30-Jährige hatte noch versucht, die Schlauchverbindung wieder herzustellen. Dabei zog er sich Verletzungen im Gesicht zu. Wer für den Unfall haften muss, dazu konnte die Polizei noch keine Auskunft geben. Die Ermittlungen dauern an.

Feuerwehr überwachte Schaumsituation in der Nacht

Die Feuerwehr konnte die Hälfte der Stoffe auffangen, der andere Teil gelangte ins Wasser – zunächst von der Kanalisation in eine Sammelkläranlage und von dort – sowie teilweise über Regenüberlaufbecken – in die Fils. Aufgrund der hohen Wasserlöslichkeit des Stoffes bildeten sich große Schaummengen. Auch aus Gullydeckeln drang Schaum. Die Feuerwehr reduzierte den Schaum durch den Einsatz von Frischwasser. Sie überwachten die Situation auch über Nacht, wie das Landratsamt mitteilte.

Wegen des Vorfalls am Mittwoch war die nebenan verlaufende Bundesstraße 466 über mehrere Stunden voll gesperrt worden. Polizei, Feuerwehr, Straßenmeisterei und Vertreter der Umweltbehörde rückten an. Für die Menschen in der Region bestand laut Polizei keine Gefahr. Der Stoff sei Experten zufolge im verdünnten Zustand für Menschen ungefährlich, hieß es. Der Kontakt mit Flusswasser sowie dem Schaum solle allerdings dennoch vorsorglich vermieden werden, so das Landratsamt.

Kein Schaum mehr in der Fils

Am Folgetag waren weder in der Kanalisation noch in der Fils Schaum feststellbar, wie ein Sprecher des Landratsamtes sagte. In der Kläranlage Deggingen trete allerdings noch Schaumbildung auf. Betroffene Bereiche im Gewässersystem werden nun durchgespült.

Allgemein stabilisiere sich die Lage. Weitere Untersuchungen sowie eine Nachkontrolle des Fischbestands seien noch erforderlich. Zum Schutz der Gewässer wurden die in die Fils einleitenden Mühlkanäle vorsorglich geschlossen. Zudem wurde ein Fischereiverbot erlassen. Wasser- und Schaumproben werden derzeit analysiert.

Trinkwasserversorgung nicht beeinträchtigt

Das Trinkwasser sei von dem Vorfall nicht betroffen. Zwar seien in Deggingen und Bad Überkingen Tenside festgestellt worden, allerdings werden die Orte derzeit mit frischem Wasser aus anderen Leitungen versorgt. Die Trinkwassersicherheit sei für alle Bürger hergestellt, sagte der Landratsamt-Sprecher.

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