Ministerium: Wolf wird frühestens nächste Woche gejagt
Auch wenn ein Gericht die Abschusserlaubnis des Ministeriums bestätigt hat: Bis kommende Woche muss der Wolf auf der Hornisgrinde im Schwarzwald nicht um sein Leben fürchten. Woran liegt das?
Der Wolf im Nordschwarzwald soll im Auftrag des Umweltministeriums erlegt werden. (Symbolbild)Julian Stratenschulte/dpa
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Der Wolf im Nordschwarzwald soll nach Angaben des Umweltministeriums frühestens nächste Woche gejagt werden. Zwar sagte der Sprecher der Behörde: „Aufgrund der hohen potenziellen Gefahr durch Begegnungen des Wolfes mit Menschen wird das Entnahmeteam zeitnah tätig werden müssen.“
Allerdings ist mit einem Abschuss am Wochenende eher nicht zu rechnen: Da dann zu viele Ausflügler in der Nationalpark-Region unterwegs seien, könnten die Wolfsjäger am Samstag und Sonntag ohnehin nicht ihren Auftrag ausführen, sagte der Sprecher weiter.
Jägerteam könnte eigentlich sofort los
Am Donnerstag hatte das Verwaltungsgericht (VG) Stuttgart den Wolf zum Abschuss freigegeben, weil sich dieser zu oft Menschen genähert habe. Er bekräftigte damit die Entscheidung von Umweltministerin Thekla Walker (Grüne).
Die Behörde will nun nach eigenen Angaben zwar zunächst abwarten, ob die klagende Naturschutzinitiative - wie angekündigt - Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof einlegt. Dazu hat sie zwei Wochen Zeit. Allerdings muss das Ministerium nicht so lange warten, bis es die professionellen Jäger beauftragt. Denn der Wolfsrüde mit der Kennung GW2672m darf laut Gericht „ab sofort“ gejagt und erlegt werden.