Ministerin Bär warnt vor Schaden für Top-Einrichtungen
Die Forschungsministerin sorgt sich um Einrichtungen wie das Bauhaus und die Leopoldina in Sachsen-Anhalt unter einer AfD-Regierung. Und sie stellt Hilfe von außen in Aussicht.
Die Bundesforschungsministerin sorgt sich um die Finanzierung des Bauhauses. (Archivbild)Hendrik Schmidt/dpa
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Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hat vor einem „großen Schaden“ für wichtige Forschungseinrichtungen in Sachsen-Anhalt gewarnt, sollte eine AfD-Regierung die Finanzierung beenden. „In Sachsen-Anhalt gibt es viele wichtige Forschungseinrichtungen – allen voran das Bauhaus und die Leopoldina“, sagte die CSU-Politikerin der Funke Mediengruppe. „Wenn die komplette Förderung ausfallen sollte, weil es kein Geld mehr aus dem Landeshaushalt gibt, kann großer Schaden angerichtet werden“, sagte sie.
Bär stellte in diesem Zusammenhang Forschenden in Sachsen-Anhalt ein Hilfsnetzwerk in Aussicht. „Wenn ganze Forschungsbereiche gestrichen werden sollten, müssen wir sehen, dass möglichst viel Personal an den Universitäten in anderen Bundesländern aufgefangen würde.“ Das sei nicht einfach für andere Hochschulen, doch wenn die Wissenschaftsfreiheit beeinträchtigt werde, müsse „ein länderübergreifendes Hilfsnetzwerk“ greifen. „Wir lassen die Wissenschaft nicht hängen“, versicherte die Ministerin.
Die in Sachsen-Anhalt vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte AfD war bei der Landtagswahl klar stärkste Kraft geworden, hat aber keine absolute Mehrheit. In der vergangenen Legislaturperiode hatte die AfD-Fraktion wiederholt versucht, Kulturpolitik mit der deutschen Geschichte zu verbinden und zum Beispiel das Bauhaus als „Irrweg der Moderne“ bezeichnet. In Halle hat die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina ihren Sitz.