dpa

Merz warnt vor Linken - Schwerdtner wirft ihm Ablenkung vor

Friedrich Merz warnt SPD und Grüne vor Gesprächen mit der Linken in Berlin. Ines Schwerdtner sieht darin ein Ablenkungsmanöver – und verweist auf Vorgänge in Sachsen-Anhalt.

Von dpa

19.10.2026

Linken-Parteichefin Ines Schwerdtner sieht in den Aussagen von Kanzler Friedrich Merz ein Ablenkungsmanöver. (Archivbild)Sven Kaeuler/dpa

Linken-Parteichefin Ines Schwerdtner sieht in den Aussagen von Kanzler Friedrich Merz ein Ablenkungsmanöver. (Archivbild)Sven Kaeuler/dpa

© Sven Kaeuler/dpa

Die Linke-Bundesvorsitzende Ines Schwerdtner weist die Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) an den Sondierungen zur Regierungsbildung in Berlin zurück. „Ich wünschte mir, er wäre einmal so aufgebracht, was die Probleme der Menschen in diesem Land angeht“, sagte Schwerdtner in der ntv-Sendung „Pinar Atalay“. 

Merz hatte zuletzt SPD und Grüne eindringlich vor einer Zusammenarbeit mit der Linken in Berlin gewarnt. „Wer die politische Mitte stärken will, darf mit Linksradikalen keine Gespräche führen“, sagte Merz beim Deutschlandtag der Jungen Union in Bonn. „Hört auf damit, diesen Weg zu gehen.“ 

Die Linken-Politikerin sieht in Merz‘ Aussagen ein Ablenkungsmanöver. „Also ich halte das wirklich für kompletten Wahnsinn, dass der Kanzler sich da so hinstellt, während gleichzeitig CDU-Abgeordnete in Sachsen-Anhalt mutmaßlich einen Landtagspräsidenten der AfD mitgewählt haben“, sagte Schwerdtner. „Das ist das, wovon Friedrich Merz ablenken will: Seinen eigenen Sozialkahlschlag, den er betreibt in der Bundesregierung und genauso, dass er seinen eigenen Laden nicht im Griff hat.... Und deswegen muss er uns so dämonisieren.“

In Berlin wird versucht, eine rot-grün-rote Regierung zu bilden. Gelingt das, könnte die dortige Linke-Fraktionschefin Elif Eralp erste Regierende Bürgermeisterin ihrer Partei in Berlin werden.