Mehr als 30 Häftlinge schaffen Bildungsabschlüsse im Vollzug
Ausbildungen oder Schulabschlüsse können auch im Gefängnis nachgeholt werden. Ob Tischler, Schweißer, Bäcker oder Mittlere Reife - viele Häftlinge ergreifen die Chance.
Ausbildungen und Schulabschlüsse können auch im Gefängnis nachgeholt werden. (Archivbild)Jens Büttner/dpa
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Im Bildungsjahr 2025/2026 haben in den Justizvollzugsanstalten Bützow und Neustrelitz zahlreiche Gefangene die Zeit für eine Aus- oder Fortbildung oder einen Schulabschluss genutzt. Insgesamt erhielten im Sommer 30 Gefangene Abschlüsse der Mittleren Reife, der Berufsreife und auch Berufsausbildung, wie das Justizministerium in Schwerin mitteilte. Zuletzt schlossen in der JVA Bützow drei Insassen ihre Tischlerausbildung erfolgreich ab.
„Ein Bildungsabschluss ist eine Grundlage für ein Leben ohne neue Straftaten. Allen an der Ausbildung beteiligten Lehrerinnen und Lehrer der Volkshochschule und den begleitenden Bediensteten in den Justizvollzugsanstalten danke ich. Ihre Arbeit ist ein stabiler Baustein der Resozialisierung und des Opferschutzes“, sagte Justizministerin Jacqueline Bernhardt (Linke).
Zeugnis enthält keinen Verweis auf die Haft
In der JVA Neustrelitz schafften den Angaben zufolge unter anderem drei Gefangene erfolgreich ihren Abschluss der Berufsausbildung in der Küche. Zudem wurden 52 Zeugnisse für Qualifizierungsbausteine der IHK übergeben.
In der JVA Bützow erhielten im Sommer acht erwachsene Gefangene Abschlüsse der Berufsreife, darunter einer mit dem Gesamtprädikat „sehr gut - mit Auszeichnung“. Weiterhin wurden sechs Abschlüsse der Mittleren Reife, darunter ebenfalls einmal mit dem Gesamtprädikat „sehr gut - mit Auszeichnung“ vergeben. Die schriftliche Prüfung in der JVA sei identisch mit der schriftlichen Prüfung an öffentlichen Schulen in MV und werde zeitgleich absolviert. Das Zeugnis wird ohne Verweis auf die Inhaftierung ausgestellt.