dpa

Mehr Insolvenzen in Sachsen

Im vergangenen Jahr hat es in Sachsen tausende Insolvenzverfahren gegeben. Welche Unternehmen besonders häufig in die Zahlungsunfähigkeit gerutscht sind.

Von dpa

25.03.2026

Bei einigen Verfahren geht es um viel Geld. (Symbolbild)Jonas Walzberg/dpa

Bei einigen Verfahren geht es um viel Geld. (Symbolbild)Jonas Walzberg/dpa

© Jonas Walzberg/dpa

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Insolvenzverfahren in Sachsen 2025 gestiegen. Es habe sowohl mehr Verfahren zu Unternehmenspleiten wie auch zu Verbraucherinsolvenzen gegeben, teilte das Statistische Landesamt mit. Auch die Summe der Insolvenzforderungen sei deutlich höher als 2024.

Den Angaben zufolge wurden in den sächsischen Amtsgerichten im vergangenen Jahr insgesamt 975 Anträge auf Eröffnung eines Unternehmensinsolvenzverfahrens gestellt - 12,5 Prozent (108 Verfahren) mehr als noch im Vorjahr. Knapp 78 Prozent der Verfahren wurden demnach eröffnet. Die meisten Verfahren wurden in den Bereichen des Baugewerbes, dem Handel sowie im Bereich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen gezählt. 

Durchschnittlich 2,8 Millionen Euro Forderungen pro Verfahren

Die Höhe der angemeldeten Forderungen von Gläubigern hat sich laut Statistikamt in etwa verdoppelt. So betrugen die Forderungen 2025 insgesamt über 2,76 Milliarden Euro, was einem durchschnittlichen Betrag pro Verfahren von über 2,8 Millionen Euro entspricht. Im Vergleich zu 2024 waren es insgesamt 1,4 Milliarden Euro mehr, hieß es. 

Verglichen mit dem Vorjahr hat es 2025 auch etwas mehr Insolvenzverfahren für Verbraucher gegeben. Insgesamt wurden 3.143 Verfahren gezählt, 13 mehr als 2024, erklärte das Statistikamt. Fast alle von ihnen wurden auch eröffnet. Viele der Schuldner stammten demnach aus den kreisfreien Städten Leipzig, Chemnitz und Dresden.

Karte