Mehr Geld für Justizmitarbeiter: Minister wirbt um Nachwuchs
Die Schwierigkeiten in den Haftanstalten schreckten zuletzt viele Menschen ab, einen Beruf im Justizvollzug zu ergreifen. Der Justizminister lockt nun mit finanziellen Anreizen.
Der Justizminister will die Arbeit in den Haftanstalten attraktiver machen. (Symbolbild)Elisa Schu/dpa
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Brandenburgs Justizministerium will unter anderem mit höheren Löhnen die Jobs in den Justizvollzugsanstalten attraktiver machen. Mit dieser und anderen Maßnahmen werde man die Nachwuchsgewinnung stärken, sagte Minister Benjamin Grimm (SPD). Dazu gehöre eine Anhebung des Azubi-Gehalts um etwa 400 Euro auf rund 2.700 Euro im ersten Ausbildungsjahr und knapp 2.800 Euro im zweiten Jahr.
Zudem plant Grimm, nach der Bundesverfassungsgerichtsentscheidung zur Besoldung diese für Justizmitarbeiter um 7 bis 18 Prozent anzuheben. Eine Arbeitszeiterhöhung auf über 40 Wochenstunden wird es für die Mitarbeiter im Schichtdienst nicht geben. Wo mobiles Arbeiten möglich ist, soll es laut Grimm angeboten werden. Nach Angaben des Justizministeriums gibt es aktuell im Justizvollzug 649 Mitarbeiter - rund 30 Stellen sind unbesetzt.
Mitunter schwierige Arbeitsbedingungen
Es gehe darum, Menschen zu finden, die „Bock“ auf den Job hätten, führte Grimm aus. In der Vergangenheit hatten die Bediensteten im Justizvollzug über schwierige Bedingungen in den Haftanstalten geklagt. Dazu zählte etwa eine steigende Zahl an psychisch auffälligen Häftlingen und Gewaltfälle.
Zusätzlich zu finanziellen Anreizen plant Grimm deshalb bei der Sicherheit nachzulegen. Es sollen 270 Stichschutzwesten angeschafft werden. Außerdem soll Pfefferspray in brenzligen Situationen eingesetzt werden können. Sowohl das Pfefferspray als auch die Westen sollen bis zum Ende des Jahres beschafft sein. Ein zusätzlicher Drohnendetektor soll verhindern, dass „unerlaubte Gegenstände“ mittels Drohnen bei den Häftlingen landen.