Lehrermangel und Stellenmoratorium treffen Schulen
Größere Klassen, weniger Wahlfächer: Bayerns Schulen machen Lehrermangel und Einstellungsstopp zu schaffen. Das werden Lehrkräfte und Schüler zu spüren bekommen.
Lehrkräftemangel und Stellenmoratorium machen Bayerns Schulen zu schaffen. (Symbolbild)Peter Kneffel/dpa
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Wegen fehlender Lehrkräfte und Einstellungsstopp drohen manchen Schulen in Bayern im kommenden Schuljahr größere Klassen sowie der Wegfall von Wahlfächern und Arbeitsgemeinschaften. Auch die bereits vorhandenen Lehrkräfte werden herangezogen, um die Lücken zu stopfen. Dies geht aus dem „Gesamtkonzept Unterrichtsversorgung“ des Kultusministeriums für das Schuljahr 2026/27 hervor. Darüber hinaus soll verstärkt neues Personal gewonnen werden.
„Unser wichtigstes Ziel ist ein Stundenplan, auf den sich unsere Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte verlassen können“, betonte Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler). Allerdings ist die Personalsituation an den Schulen seit Jahren angespannt, auch wenn sich an den Grundschulen jetzt eine Entspannung abzeichnet. Zudem trifft das Stellenmoratorium der Staatsregierung, wonach 2026 keine zusätzlichen staatlichen Stellen geschaffen werden dürfen, auf steigende Schülerzahlen.
Dieser Situation will Stolz vor allem mit flexiblen Lösungen vor Ort begegnen: Die Schulen sollen selbst entscheiden, wie sie auf die fehlenden Lehrerstunden am besten reagieren. Darüber hinaus werden aber unter anderem auch bereits bestehende dienstrechtliche Maßnahmen fortgeführt. Sondermaßnahmen wie Quereinstieg oder der Einsatz weiterer Personalgruppen soll zudem neues Personal generieren, ebenso wie Werbung für das Lehramtsstudium.