Parchim stimmt möglicher Flughafennutzung der Marine zu
Aktuell prüft die Bundesmarine eine mögliche Nutzung des früheren Militärflughafens in Parchim. Jetzt hat sich die Stadt zu möglichen Plänen positioniert.
Ob der Flughafenplatz in Parchim künftig von der Bundesmarine genutzt wird, ist offen. (Archivbild)Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB
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Angesichts einer möglichen Nutzung des stillgelegten Flughafens Schwerin-Parchim im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns durch die Bundesmarine hat die Stadt Parchim grünes Licht gegeben. In einer Sitzung am Mittwochabend habe sich die Stadtvertretung positiv zu den Plänen positioniert, teilte ein Sprecher der Stadt Parchim (Landkreis Ludwigslust-Parchim) auf Anfrage mit. Die Stadtverwaltung habe sich ebenfalls positiv positioniert. Damit sei eine Voraussetzung erfüllt, auf die die Deutsche Marine der Bundeswehr bestanden habe. Die Positionierung werde nun weitergegeben, die nächsten Schritte lägen bei der Marine. Zuvor hatte der NDR berichtet.
Das Bundesverteidigungsministerium äußerte sich auf Nachfrage nicht zum aktuellen Stand der laufenden Prüfungs- und Entscheidungsprozesse. Vor einigen Wochen hatte die Marine ihr Interesse am stillgelegten Flughafen signalisiert. Ende Januar hatten nach Angaben der Stadt Parchim Gespräche mit Vertretern der Marine stattgefunden.
Die Marine prüfe derzeit neue Standortoptionen in Mecklenburg-Vorpommern, wie das Ministerium kürzlich bestätigt hatte: „Aus dem geplanten Aufwuchs der Streitkräfte ergeben sich neben infrastrukturellen Bedarfen auch neue Standort- und Liegenschaftserfordernisse.“ Ob es auch um den Flughafen Parchim geht, hatte das Ministerium nicht angegeben. Laut Bundeswehr sind derzeit alle Flieger der Marine in Nordholz an der Nordseeküste Niedersachsens stationiert.