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Landratswahl im Saalekreis: Stichwahl Ende Juni

CDU oder AfD? Sven Czekalle oder Uwe Arendt? Beide konnten am Sonntag nicht genug Stimmen holen, um den Posten des Landrates zu gewinnen. Deshalb müssen sie noch einmal gegeneinander antreten.

Von dpa

07.06.2026

Bislang ist unklar, wer im Saalekreis neuer Landrat wird. Jan Woitas/dpa

Bislang ist unklar, wer im Saalekreis neuer Landrat wird. Jan Woitas/dpa

© Jan Woitas/dpa

Im Kampf um die Nachfolge für den Landratsposten im Saalekreis gibt es Ende Juni eine Stichwahl zwischen den Kandidaten von CDU und AfD. Sven Czekalla (CDU) und Uwe Arendt (AfD) erhielten von den insgesamt vier Bewerbern zwar die meisten Stimmen. Sie bekamen aber jeweils nicht die erforderliche Mehrheit, um im ersten Anlauf zum Nachfolger des amtierenden parteilosen Landrats Hartmut Handschak gewählt zu werden. Nach Angaben der Kreisverwaltung soll die Stichwahl am 28. Juni stattfinden. 

Wie das Landratsamt mitteilte, bekam AfD-Politiker Arendt am Sonntagabend mit 43,26 Prozent die meisten Stimmen, dahinter lag CDU-Politiker Czekalla mit 36,63 Prozent. Die Linken-Politikerin Kerstin Eisenreich bekam 13,17 Prozent. Der parteilose Lars Zaruba verzeichnete 6,94 Prozent.

Wahlbeteiligung bei 49,3 Prozent

Insgesamt waren nach Angaben des Landkreises 153.450 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung bei 49,3 Prozent. Für die Wahl wurde der Saalekreis in 201 Wahlbezirke aufgeteilt, insgesamt wurden 75.018 gültige Stimmen gezählt. Der Kreis hat derzeit insgesamt 182.500 Einwohnerinnen und Einwohner.

Würde Arendt gewinnen, wäre er der erste AfD-Politiker, der in Sachsen-Anhalt den Posten des Landrats übernimmt. Der 59 Jahre alte Polizeibeamte gilt als umstritten. Die Polizeiinspektion Halle führt derzeit ein Disziplinarverfahren gegen ihn. Einem Bericht der „Mitteldeutsche Zeitung“ zufolge soll der 59 Jahre alte Polizeibeamte trotz monatelanger Krankschreibung unter anderem Wahlkampfauftritte absolviert haben. In den sozialen Medien stritt der AfD-Mann die Vorwürfe gegen ihn ab. Später äußerte er sich öffentlich dazu nicht mehr.