Knaus Tabbert schreibt wieder schwarze Zahlen - Vans gefragt
Jahrelang ging der Trend beim Wohnmobil zu immer größeren Gefährten. Neue Zahlen von Knaus Tabbert lassen vermuten, dass sich viele Kunden in schlechten Zeiten mit kleineren Fahrzeugen begnügen.
Der Caravan-Hersteller Knaus Tabbert hat bei Gewichtsangaben seiner Fahrzeuge geschummelt. (Archivbild)Armin Weigel/dpa
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Beim Wohnwagen und -mobilhersteller Knaus Tabbert gibt es nach zwei Verlustjahren Hoffnung auf bessere Zeiten: Im ersten Quartal schrieb das Unternehmen wieder schwarze Zahlen, wie der Vorstand mitteilte. Die Verkaufszahlen und der Umsatz allerdings sanken weiter.
Trotz sinkender Absatzzahlen wieder profitabel
Demnach erwirtschaftete das im niederbayerischen Jandelsbrunn ansässige Unternehmen in den ersten drei Monaten einen Nettogewinn von 3,8 Millionen Euro, ein Jahr zuvor waren es 4,7 Millionen Euro Verlust gewesen. Der Konzernumsatz aber sank um über 15 Prozent von knapp 296 Millionen auf 249 Millionen Euro. Auch die Verkaufszahlen von Anfang Januar bis Ende März gingen um gut acht Prozent auf noch 5.190 Wohnwagen, Wohnmobile und Camper Vans zurück.
Die Corona-Pandemie hatte Knaus Tabbert und anderen Freizeitmobilherstellern gute Geschäfte eingebracht, anschließend jedoch ging es abwärts. 2025 summierte sich der Jahresverlust am Ende auf knapp 37 MiIlionen Euro. Knaus Tabbert hatte im vergangenen Jahr unter anderem sein Personal kräftig reduziert.
Campingurlauber bevorzugen wieder kleinere Fahrzeuge
Die neuen Zahlen des Unternehmens lassen vermuten, dass angesichts der Dauerwirtschaftskrise in Europa der zwischenzeitliche Trend zum Großwohnmobil passé ist. Der Absatz von Reisemobilen - das sind im Wesentlichen die Wohnmobile - brach im ersten Quartal um fast 30 Prozent auf 1.474 ein. Besser verkauften sich jedoch die kleineren Transporter mit Campingaufbau (Camper Vans), deren Absatz um knapp 19 Prozent auf 1.417 zulegte.