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Klingbeil: Krach hat Rückendeckung und Solidarität der SPD

Kurz vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin bringen Ermittlungen den SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach in Bedrängnis. SPD-Chef Klingbeil sieht darin keinen Grund für Zweifel.

Von dpa

10.09.2026

Klingbeil und SPD-Kandidat Kian Niroomand sprachen mit Kleingewerbebetreibern.Christoph Soeder/dpa

Klingbeil und SPD-Kandidat Kian Niroomand sprachen mit Kleingewerbebetreibern.Christoph Soeder/dpa

© Christoph Soeder/dpa

SPD-Chef Lars Klingbeil steht auch nach Bekanntwerden der Ermittlungen fest an der Seite des Berliner SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach. „Steffen Krach hat die Rückendeckung und die Solidarität der SPD“, sagte Klingbeil der Deutschen Presse-Agentur am Rande eines Wahlkampfbesuchs in Berlin-Charlottenburg. „Ich kenne ihn auch sehr lange schon und schätze ihn sehr.“

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen Krach, äußerte sich aber bisher nicht zu konkreten Vorwürfen und verwies auf die Unschuldsvermutung. Krach geht nach eigenen Angaben von Korruptionsvorwürfen aus. Bei den Ermittlungen spielt nach Krachs Einschätzung der Verkauf eines früheren Krankenhausgeländes bei Hannover eine Rolle. Den Verdacht der Bereicherung wies Krach „mit aller Deutlichkeit“ zurück und stellte absolute Transparenz in Aussicht. Er habe niemals privat Geld angenommen. Zudem machte er öffentlich, dass er eine Spende eines Bieters an die Berliner SPD sofort habe zurücküberweisen lassen.

SPD will vor Berlin-Wahl noch „ordentlich aufholen“

„Wir wollen, dass Steffen Krach, dass die SPD jetzt in den nächsten zehn Tagen noch ordentlich aufholt, und dafür sind wir jetzt unterwegs“, sagte Klingbeil. „Die SPD ist eine verlässliche politische Kraft, wenn es darum geht, dass die AfD nicht noch stärker wird.“

Klingbeil war am Donnerstagnachmittag zusammen mit SPD-Kandidat Kian Niroomand in dessen Wahlkreis im Westen Charlottenburgs unterwegs. Die Politiker sprachen mit mehreren Kleingewerbebetreibern, unter anderem in einem Post-Shop, einem Dönerladen und einer Buchhandlung, und verteilten Flyer. 

Charlottenburger SPD-Kandidat spricht von Schicksalswahl

Niroomand erklärte: „Als Berliner SPD stehen wir vor einer Schicksalswahl. Für uns als SPD heißt es, mehr denn je um jede Stimme zu kämpfen, denn es muss mehr drin sein als eine reine Junior-Partnerschaft in einer möglichen Koalition.“ Im Wahlkampf hätten er und sein Team an fast 12.000 Türen geklopft und mit Menschen gesprochen. Er setze sich für mehr Sauberkeit und Sicherheit im Kiez ein und wolle bezahlbaren Wohnraum schaffen, etwa durch die Umwandlung leerstehender Büros.